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Name: Jan Simon Saamen
Alter: 25 Jahre |
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Nichts ist mir heiliger, als die Ruhe am Wasser.
Damit meine ich nicht, dass ich hauptsächlich
Gewässer fernab der Zivilisation beangel,
an denen die Welt noch rosarot ist und mir die
Rehe aus der Hand fressen. Was ich meine, ist
die Ruhe, welche sich durch Fernbleiben von Ärger
auszeichnet. Ich will mein Ding machen, dabei
möglichst keinem auf die Nerven fallen und
erwarte im Gegenzug einen respektvollen Umgang
miteinander. Leider hat mir die Vergangenheit
gezeigt, dass dies trotz aller Bemühungen
nicht immer funktioniert.
Es ist nicht lange her. Es war ein regnerischer
Abend und ich hatte bedingt durch Krankheit seit
Wochen nicht geangelt. Da mir zu Hause aber so
langsam die Decke auf den Kopf fiel, wollte ich
unbedingt für eine kleine Session an den
See. Dieser See liegt vor meiner Haustür
und enthält den ein, oder anderen Karpfen.
Hier kann man nicht mal 15kg Fische fangen, aber
dafür sind die Chancen auf einen Biss recht
ordentlich. Da zwischen den fälligen Infusionen,
an welche ich mich vier Mal am Tag anschließen
muss, nur Zeitfenster von wenigen Stunden bleiben
schien das ideal. Ich traf mich also mit einem
Freund am Wasser, warf zwei Ruten und setzte mich
entspannt unter den Ovalschirm, den wir wegen
des schlechten Wetters aufgebaut hatten. Das war
ein Fehler.
Jan und ich plauderten so vor uns hin, als völlig
unvermittelt neben uns der Sportwart des Vereins
auftauchte. Er hastete ein „Petri“
heraus und nahtlos daran angeknüpft ergoss
sich ein Wortschwall begleitet von einem höchst
unfreundlichen Ton über uns. „Abbauen,
sofort abbauen. Das ist doch hier ein Scherz.
Was soll die Sch… Glaubt ihr, ihr könnt
euch alles erlauben? Lest mal eure Papiere, oder
könnt ihr das nicht?“ Ich war baff.
Was war hier los? Wir hatten nichts verbrochen,
im Gegenteil. Zwei Ruten, kein Futter, kein Boot,
kein Futterboot, Bissanzeiger leise, keine Müllhalde
um uns herum. Nur zwei Angler unter einem Schirm,
auf Stühlen sitzend. Wir sollten aber sofort
das Zelt abbauen… Nachdem Jan und ich uns
verständnislos angeschaut hatten, versuchte
ich erst mal Ruhe in die Sache zu bringen.
Unser Gegenüber wollte sich aber nicht beruhigen
lassen. Er würde mich melden. Ich hätte
als Vorstandsmitglied eine Vorbildfunktion zu
erfüllen. Soweit so gut, aber ich konnte
meinen Fehler nicht sehen. Ich saß nur unter
einem Ovalschirm. Kein Überwurf, auch keine
austrennbare Front, oder ähnliche Tricks.
Einfach nur ein Schirm. Dies versuchte ich dem
Vereinskollegen klar zu machen, aber der lief
inzwischen verbal Amok. Er riefe jetzt die Polizei
usw. Ich fühlte mich im Recht, baute aber
um des lieben Friedens willen den Schirm ab, jedoch
mit der Aussage, dass ich ihn, würde der
Regen schlimmer, sofort wieder aufstellte.
Was hier geschehen war, konnte ich erst nicht
verstehen. Je mehr ich jedoch darüber nachdenke,
desto klarer wird das Bild. Der Pachtvertrag für
das Gewässer läuft Ende des Jahres aus.
Damit dieser jedoch wieder verlängert wird,
wollen die obersten im Vorstand ein tadelloses
Verhalten der Kommune gegenüber vorweisen.
Dies gestaltet sich schwierig.
Die Zuständigen im Amt, scheinen uns Angler
gefressen zu haben und kommunizieren nur über
den Vorstand. Der Reinigungsdienst, der von der
Stadt mit der Pflege des Naherholungsgebietes
beauftragt ist, fungiert dabei als Informationsorgan.
Ich habe selber erlebt, dass ein jugendlicher
Angler, der einfach nur auf seiner Liege hinter
den Ruten (Kein Wetterschutz!)lag, kommentarlos
morgens um sieben Uhr fotografiert wurde. Der
anscheinend Hauptverantwortliche dieses Instandhaltungsbetriebes
stellte sich dazu wenige Meter vor den Angler,
grinste und schoss seine Fotos. Ohne ein Wort.
Der Junge hatte kein Fehlverhalten an den Tag
gelegt, wahrscheinlich waren die Fotos prophylaktisch.
Zurück blieb jedoch ein ungutes Gefühl
und die Überlegung, welchen Fehler er begangen
haben könnte und was die Folge sein würde.
Die Müllansammlung der campierenden Jugendlichen
100m weiter wurde erst beachtet und entfernt,
nachdem diese am späteren Vormittag weitergezogen
waren.
Mit Fotos, Druck und folgenden Verboten wird
der Verein auf Trab gehalten. Zudem wird mit zweierlei
Maß gemessen, nämlich Angler/Nichtangler.
Der Vorstand hat dem nichts entgegen zu setzen,
da ihm das nötige Wissen bezüglich der
Rechtslage fehlt, was aber keiner wahrhaben will.
Angst dominiert und man weiß sich nicht
anders zu verhalten, als sich zu ducken und auf
alle Forderungen einzugehen- auch auf die Widersinnigen.
Man vertritt plötzlich nicht mehr die Angler
und ihre Rechte und arbeitet mit der Stadt zusammen,
sondern fügt sich still und leise und tritt
jedem auf die Füße, der auch nur entfernt
dagegen spricht. So wird weiterhin fröhlich
gebechert und über zu wenig qualifizierte
Kontrollorgane Druck ausgeübt, der zu einer
Missstimmung unter Kollegen führt. Die Mitgliederzahlen
schrumpfen, die Finanzlage wird immer kritischer
und die Kollegen versuchen das mit Stammtischweisheiten
schön zu reden. Die Nerven liegen jedoch
offensichtlich blank.
Für mich reflektiert dieses Beispiel die
derzeitige Situation der Angelei. Wir haben keine
gute Lobby in der Öffentlichkeit. Die, die
uns repräsentieren, sind oftmals mehr Politiker,
als Angler mit Herzblut und mit ihrem Wissen und
ihren Einstellungen weit hinter dem, was Aktuell
ist. Hier gibt es wie immer auch das Gegenteil.
Engagierte, denkende Vorsitzende mit dem Finger
am Puls der Zeit. Aber es gibt genug Vorstände,
die engstirnig und ewiggestrig vor sich hin regieren,
einzig den Abgrund vor Augen. Die Folgen sind
Missmut unter den Anglern und das Miteinander,
welches den Zurückblickenden laut eigenen
Aussagen so immens wichtig ist, wird im Keim erstickt.
Keiner der Vereinsmitglieder hat Lust sich in
so einem Verein noch zu engagieren. Jeder geht
seinen eigenen Weg, der Strang an dem alle gemeinsam
ziehen sollten ist nebensächlich geworden.
Die Ziele sind vielleicht sogar noch ähnlich,
aber wir haben verlernt gemeinsam dafür zu
arbeiten.
Doch tragen in diesem Dilemma nur die Vereinsorgane
die Schuld? Ich denke auch wir am Wasser präsenten
Angler haben unseren Teil daran. Wie eben beschrieben,
gibt es Situationen, in denen man sich vorbildlich
verhalten kann und trotzdem Ärger heraufbeschworen
wird. Andererseits ist in der Vergangenheit vieles
geschehen, was die Umwelt, sei es Tierschützer,
Kommunen, ö.Ä. langsam aber sicher negativ
sensibilisiert hat. Weiterhin derart unsensibel
damit umzugehen wie wir es oft tun, finde ich
daher höchst fragwürdig. Regeln einzuhalten
ist oftmals nicht in und man will ja auch zeigen
was man hat. Der Grundsatz „Do it in the
Dark!“ ist vielen fremd und so sind wir
omnipräsent. Nur leider oftmals auf die falsche
Art und Weise.
Vielleicht ist es an der Zeit wieder teamfähig
zu werden, damit wir gemeinsam für eine lebenswerte
Zukunft arbeiten können, wozu gehört,
Vertreter in öffentlichen Ämtern und
Politik für uns zu gewinnen. Wir alle haben
das Einzelkämpfertum von der Pike auf gelernt,
aber ich glaube der Zeitpunkt dieses auszuleben
ist denkbar schlecht gewählt. Vielleicht
ist der DKAC eine gute Idee, vielleicht schauen
wir uns mal alle um und treten uns nicht gegenseitig
in Internetforen, oder sonstigen öffentlichen
Räumen gegenseitig tot. Auch wenn gerade
das vielen Spaß bereitet, müssen wir
Anderen aktiv zeigen, dass diese Leute nur einen
geringen Teil unserer Zunft darstellen, die als
schwarze Schafe anzusehen sind.
Vielleicht halten wir uns mal wieder an Regeln
und verrichten die Dinge die Grauzonen darstellen,
wieder unbemerkt. Auch kann Passanten und Mitangler
freundlich begegnet werden, das schafft ein besseres
Bild als der genervte in seinem Dome sitzende
und alles ignorierende Hunter. Freundlichkeit
und Respekt sind wichtige Stichworte. Für
seine Rechte einzustehen ist wichtig, sonst werden
wir überrannt, aber das wie ist die Frage.
Wir müssen ein positives Bild für die
Öffentlichkeit zeichnen, denn warum sollte
sich jemand für uns Angler stark machen,
wenn wir als öffentliches Ärgernis gelten
und er dadurch seinen Ruf gefährdet sehen
muss?
Ich denke wir müssen wieder wir werden und
zwar mit Herz und Verstand. Es gilt Scherben aufzufegen
und nach vorn zu blicken.
Jan-Simon
Es sind (ist) 9 Artikel verfügbar.
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"Carp-Kolumne Nr.18: Wasservögel - Gedanken zum Karpfenangeln" von Jan Simon Saamenl (04/07) :: CARP.DE :: BERICHTE Langsam schaukelt der Hanger von rechts nach links, die Diode leuchtet noch. Wieder steigt er ruckartig an, der Micron gibt seinen Senf dazu. Vorsichtig stelle ich meinen Becher Wein (in der Edelstahltasse besonders stilecht) neben mir ins hohe Gras. Langsam, als könnte ich den Zauber des Moments zerstören erhebe ich mich, gehe zu den Ruten und schlage an. An diesem Gewässer einen Fisch zu fangen ist für mich etwas besonderes, etwas seltenes. Nun ist die Rute krumm, deutlich verspüre ich die Schläge... |
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"Carp-Kolumne Nr.20: Karpfenanglerfeminismus" von Jan Simon Saamen (06/07) :: CARP.DE :: BERICHTE Wieder einmal stehe ich im Angeladen „bei mir um die Ecke“, meine Augen schweifen durch die Räumlichkeiten, betrachten Wände an denen grün dominiert und die stillschweigend die immensen Lasten ertragen. Was es so alles gibt... Durch die Rutenwälder mit Edelstahlgriffen erblicke ich Wurfrohre, Kellen, Schlagschnüre (sagen wir 25000m). Blei in jeder erdenklichen Form (die elektronische Waage steht natürlich daneben). Kleinteile soweit das Auge reicht. Schwindelig schaue ich mir die nächste Wand genauer an. Dort hängen sie, bilden DEN Trend. |
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"Carp-Kolumne Nr.19: Karpfenangler sind schon etwas besonderes! (05/07) :: CARP.DE :: BERICHTE Karpfenangler sind schon etwas Besonderes. In jeder Hinsicht, glauben sie mir. Wir schaffen es die größten Fische zu fangen, machen uns die absolut genialsten Gedanken zum Fang unserer Lieblinge, beobachten sie sogar unter Wasser und zeichnen dies auf Band auf. Wir beschäftigen uns viel mit unserem Hobby, schreiben darüber, lesen viel, oder schauen uns zumindest bunte Bildchen an. Wir belächeln inzwischen den Aal-Opi von nebenan, der uns früher immer mal wieder einen geräucherten Fisch schenkte und immer eine nette Geschichte wusste, der aber niemanden gestört hat. |
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"Carp-Kolumne Nr.22: Erfolge, oder so…" von Jan Simon Saamen (08/07) :: CARP.DE :: BERICHTE Wieder und wieder betrachte ich das Bild von Markus Pelzer. Im Hintergrund das zartgrüne Schilf, das Wasser bis zu den Knien, den Blick auf den riesigen Schuppenkarpfen gerichtet. Mary. Was für ein gigantischer Fisch, was für ein schönes Bild. Mir fällt Lampes ein, wie er mit einem überdimensional großen Fisch in die Kamera lacht. Und plötzlich purzelt alles in meinem Kopf wild durcheinander. Große Namen machen sich breit, nicht nur die der Fänger, aber auch die. Egal welche Zeitschrift ich in die Finger bekomme, überall sind sie und strecken (manche mehr, manche weniger) dicke alte Recken in die Kamera. |
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"Carp-Kolumne Nr.24: Zielfische" von Jan Simon Saamen (10/07) :: CARP.DE :: BERICHTE Inzwischen ist es Mitte Oktober. Oktober. Der Herbst ist eingeläutet, eigentlich schon in vollem Gange. Das Wasser wird zunehmend kälter, abends steht dünner Nebel über dem Wasser, es wird wieder früh dunkel. Um halb acht verschwindet es, das Tageslicht. Jetzt ist die Zeit für den einen, für den Dicken. Jetzt? Oder war sie schon? Ein langes Jahr liegt hinter uns, hinter mir. Viele Nächte am Wasser, vielleicht Tage. Viele aufregende Stunden. Viel Zeit haben wir investiert. |
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"Carp-Kolumne Nr.25: Winter" von Jan Simon Saamen (11/07) :: CARP.DE :: BERICHTE Alles wie immer denke ich, als ich gestern die Haustür öffne und zum Auto gehe. Obwohl… hua, lausig kalt ist es geworden, das hatte ich fast vergessen. Ich gehe noch mal rein und hole meine Winterjacke. Ja, die Winterjacke, denn genau der holt uns ein. So richtig habe ich es nicht wahr haben wollen. Ich möchte eigentlich viel lieber noch ein bisschen Herbst haben, also wärmeres Wasser, bunte Blätter, die morgens auf meiner Überdecke liegen und Ruten, deren Griff noch nicht von Rauhreif überzogen ist, wenn ich des nachts drillen will. |
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"Carp-Kolumne Nr.26: Durststrecken?" von Jan Simon Saamen (12/07) :: CARP.DE :: BERICHTE Umgeben von meinen neuen vier Wänden sitze ich an meinem Schreibtisch und überlege mir, was Thema der Dezember Kolumne sein soll. Der erste Ansatz ging daneben und das Thema ist dahin, ich will es zu einem Artikel ausbauen, hat es doch nicht Kolumnencharakter. Objektiv betrachtet sitzt also ein Lehramtsstudent am Schreibtisch, findet keinen klaren Gedanken und kann sich nicht konzentrieren. Subjektiv gesehen wäre ihm jetzt sogar das wohlvertraute "CHHRTKLACK" eines Mofaständers willkommen, welches im Ruhrpottalltag stets Vorzeichen kommunikationswütiger Rentner ist. |
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"Carp-Kolumne Nr.23: Traumsession" von Jan Simon Saamen (09/07) :: CARP.DE :: BERICHTE Gemütlich, so eine Liege. Ich drehe mich um, richte den Blick auf die Nebelschwaden die über das Wasser treiben. Ein kalter Morgen, bald wird die Sonne erwachen und alles in ein rotgoldenes Licht tauchen. Ich wühle mich tiefer in meinen Schlafsack, fühle mich rundum wohl und genieße die Wärme. Langsam schweifen meine Gedanken ab, die Augen schließen sich wie von selber und ich döse in die Traumwelt zurück. |
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"Carp-Kolumne Nr.30: Frühlingsbeginn" von Jan Simon Saamen (04/08) :: CARP.DE :: BERICHTE Ich finde es immer wieder interessant zu hören was für Dinge bei unserem Hobby von Bedeutung sind. Rigs, Schnüre, Ruten, Rollen und der Dinge mehr. All diese Utensilien werden an einem Kriterium gemessen, nämlich der Qualität. Robust muss es sein, übergebürlich robust. Haken müssen auch dem Schlachter genügen, Ruten testet man in Hochsprungstrainingshallen und man munkelt, dass so mancher seine Knoten prüft, indem er den Haken in die Zimmerwand rammt und mit der Schnur in der Hand aus dem Fenster springt. |
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"Carp-Kolumne Nr.28: Reisen" von Jan Simon Saamen (02/08) :: CARP.DE :: BERICHTE Grübelnd sitze ich vor meiner Liste, hake ab, schreibe hinzu, ergänze, streiche weg. In mir kribbelt es. So richtig schlafen kann ich nicht. Vor Aufregung und weil die Glückshormone sprudeln. Morgen soll es losgehen. Morgen. Dabei ist noch so viel zu tun… Die letzten Tage habe ich gearbeitet. Tagsüber Messe, abends die wenige Zeit meiner Freundin gewidmet. Zwischendurch dann die Gespräche. Wo fahren wir hin, was machen wir, wie ist das Wetter, was brauchen wir? |
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"Carp-Kolumne Nr.33: " von Jan Simon Saamen (07/08) :: CARP.DE :: BERICHTE Manche Tage im Leben sind doch einfach verschenkt. In den letzten Tagen denke ich genau das von jedem dieser Tage und bin zunehmend frustriert. Ich sitze an meinem Schreibtisch und erledige Dinge für die Uni. Dinge? Ich fasse Texte zusammen, recherchiere für Projekte und schreibe Ausarbeitungen. Irgendwann morgens fange ich an und jetzt um 22:00 ist noch kein Ende in Sicht. Betrachte ich die letzten Stunden habe ich mehr am Schreibtisch gesessen als mir lieb ist und weniger geschafft als ich vorhatte. |
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"Carp-Kolumne Nr.32: Fotos" von Jan Simon Saamen (06/08) :: CARP.DE :: BERICHTE Was bedeuten sie uns? Sind es nur Abbildungen? Fixierte Situationen? Was will der Fotograph, wenn er einstellt, fokussiert und abdrückt? Der Stil eines Bildes, was in den Focus gerückt wird, die Intention der Bilder. Mich interessiert nicht allein der Background eines Bildes, auch die schlichte Technik, also z.B. Perspektive und Bildausschnitt finde ich interessant. Vielleicht nicht immer bewusst gewählt, aber interessant. |
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"Carp-Kolumne Nr.31: Ruhrpottkultur" von Jan Simon Saamen (05/08) :: CARP.DE :: BERICHTE So langsam verschwinden sie wieder in den Schränken, die dicken Schlafsäcke, die Fleecejacken und die wärmenden Mützen. Die eine, oder andere Nacht ist zwar immer noch recht frisch, aber von Kälte wird wohl niemand mehr sprechen. Sicher, die Jungs in Süddeutschland protzen immer noch mit ein paar Nachtfrösten, aber hier bei mir im Ruhrpott greift der Klimawandel schon ganz vorzüglich. |
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"Carp-Kolumne Nr.34: " von Jan Simon Saamen (08/08) :: CARP.DE :: BERICHTE Langsam, ganz langsam gewinnt der Tag die Überhand über die Nacht. Das Dunkel ist durchsetzt von einem schmutzigen grau, schlägt in Farbe um. Blautöne dominieren bald das Bild und schaffen die mir so vertraute Morgenatmosphäre. Bald wird sie aufgehen, die Sonne und dem Tag zu seinem Rhythmus verhelfen. Die Zeit ist heute mal nicht wichtig, meine Armbanduhr liegt daheim. Soll sie doch wer anders ablesen. Ich habe frei. |
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"Carp-Kolumne Nr.29: Frühlingsbeginn" von Jan Simon Saamen (03/08) :: CARP.DE :: BERICHTE Müde sitze ich zu Hause. Es ist früher Morgen und ich bin gerade vom Angeln zurück. Vor mir steht ein leckeres Frühstück und im Nebenraum räkelt sich meine Freundin, nur um sich an diesem Sonntagmorgen noch einmal umzudrehen. In meiner Hand knistert die Zeitung vom Vortag, ich war nicht dazu gekommen sie zu lesen. Durch das geöffnete Fenster dringen Laute des beginnenden Tages herein. Ab und zu hört man ein Auto, hier und da bellt mal ein Hund. Es ist noch nicht ganz hell, der Tag bekommt erst noch Farbe, da höre ich es. Leise stehe ich auf und öffne die Balkontür um den Klang deutlicher zu hören. Diese Abfolge harmonischer Töne, unterbrochen von einem Trillern. Er ist es, mein ganz persönlicher Frühlingsbote. |
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"Carp-Kolumne Nr.38: Träumereien" von Jan Simon Saamen (12/08) :: CARP.DE :: BERICHTE Winter. Ganz definitiv hat er das Regime übernommen. Kälte hat sich über unser Land gelegt und hält alles fest im Griff. Morgens findet man Eis auf jedem Auto, Gras und Boden sind ebenfalls eingefroren. Über unsere Gewässer hat sich die Winterruhe gelegt. Der See liegt da, wie tot. Keine Wellen lassen auf die Karpfen schließen, die ich noch vor ein paar Wochen beobachten konnte, keine Bläschen erkennen, das doch noch Leben im Teich ist. |
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"Carp-Kolumne Nr.35: Alles hat seine Grenzen" von Jan Simon Saamen (08/08) :: CARP.DE :: BERICHTE Karpfenangeln. Das Karpfenangeln und seine Szene haben sich innerhalb der letzten Jahre verändert. Wurde dieses spezialisierte Fischen früher nur von einigen wenigen betrieben, so kann man heute beobachten, dass so mancher das Angeln mit der Spezialisierung auf Karpfen beginnt. Karpfenangeln wird heute von einer recht breiten Masse betrieben, nicht mehr von einer handvoll Verrückter. Es ist populär und angesagt, vielleicht so etwas wie eine Mode und genau dadurch hat sich vieles verändert. |
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"Carp-Kolumne Nr.39: " von Jan Simon Saamen (01/09) :: CARP.DE :: BERICHTE Frierend schließe ich die Wohnungstür, lasse sie hinter mir ins Schloss fallen. Tropfnass stehe ich in der Diele und schimpfe leise vor mich hin. Dieses Mistwetter. Erst Eiseskälte, dann Schnee in Massen und jetzt Regen. Seit Tagen zieht es mich ans Wasser, ich will Fischen. Auch wenn es kalt ist, möchte ich doch raus. In den letzten Tagen war ich am Rhein und habe Zahnfische geärgert. Das Wasser war saukalt - keine Frage, aber der ein, oder andere Fisch konnte den Gummels nicht widerstehen. Zu meiner Freude. |
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"Carp-Kolumne Nr.42: Wetter" von Jan Simon Saamen (03/09) :: CARP.DE :: BERICHTE Mahlzeit. Schon gemerkt? Es ist Frühling. Blumen erblühen, Bäume schlagen aus, Vögel singen und überall laufen Verliebte herum. Ich sitze derweil am Fenster, halte meine Nase in die Sonne und freue mich über die Wärme. Als dann das Handy klingelt, halte ich einen kleinen Schnack mit meinem besten Freund. "Na? Wie ist das Wetter bei euch?" |
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"Carp-Kolumne Nr.40: Drive" von Jan Simon Saamen (02/09) :: CARP.DE :: BERICHTE Es ist Samstag Abend und diese Kolumne muss noch geschrieben werden. Aber ganz ehrlich, im Moment fehlen mir ein wenig die Ideen. Mir fehlt der Stoff, fehlen die Anregungen. Ich komme einfach nicht raus zum Angeln. Die Zeit fehlt mir. Arbeiten, lernen und die letzte Woche lag ich krank im Bett. Super, oder? Dieser Winter ist so zäh, manchmal könnte ich kotzen. |
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"Carp-Kolumne Nr.45: Das WIR" von Jan Simon Saamen (07/09) :: CARP.DE :: BERICHTE Nichts ist mir heiliger, als die Ruhe am Wasser. Damit meine ich nicht, dass ich hauptsächlich Gewässer fernab der Zivilisation beangel, an denen die Welt noch rosarot ist und mir die Rehe aus der Hand fressen. Was ich meine, ist die Ruhe, welche sich durch Fernbleiben von Ärger auszeichnet. Ich will mein Ding machen, dabei möglichst keinem auf die Nerven fallen und erwarte im Gegenzug einen respektvollen Umgang miteinander. Leider hat mir die Vergangenheit gezeigt, dass dies trotz aller Bemühungen nicht immer funktioniert. |
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"Carp-Kolumne Nr.44: " von Jan Simon Saamen (06/09) :: CARP.DE :: BERICHTE ch habe in der letzten Kolumne vom Teilen gesprochen. Teilen, was Runs anbelangt. Es gibt jedoch noch mehr was man teilen kann. Ich will aber nicht mit der Tür ins Haus fallen, sondern euch eine durchaus reale Situation schildern. Vielleicht merkt ihr, worauf ich hinaus will. Stellt euch vor, ihr seid mit einem Freund im Urlaub. Ihr habt an einem guten Platz eine richtig gute Futterstelle aufgebaut. Die Fische beißen und ihr habt euch darauf geeinigt, euch mit den Runs abzuwechseln. |
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"Carp-Kolumne Nr.43: Teilen" von Jan Simon Saamen (05/09) :: CARP.DE :: BERICHTE Es regnet. Kalt ist es trotzdem nicht, aber windig. Ich ziehe die warme Fleece-Decke etwas höher, einfach der Bequemlichkeit wegen. Ich weiß, dass es kurz nach sieben sein muss, denn gerade hat in Robins Zelt der Wecker geklingelt. An jedem anderen Tag müsste ich jetzt, genau wie er, aufstehen, aber nicht heute. Heute habe ich frei. Robin nicht, er muss um neun im Laden sein. |
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"Carp-Kolumne Nr.46: Saure Gurken" von Jan Simon Saamen (08/09) :: CARP.DE :: BERICHTE Ich hab sie erwischt, die persönliche Saure-Gurken-Zeit. Seit Wochen sitze ich am Wasser und fange keine Fische. Vielleicht mal einen kleinen, aber das war es. Die großen Fische, oder die Masse bleiben seit einiger Zeit aus. Nicht, dass ich nicht angeln würde- im Gegenteil. Mit schöner Regelmäßigkeit fahre ich los und werfe meine Montagen in mit H2O gefüllte Vertiefungen im Boden, angereichert mit ausreichend fischiger Biomasse. Soweit alles gut. |
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"Carp-Kolumne Nr.41: Karpfenangeln, oder was? " von Jan Simon Saamen (03/09) :: CARP.DE :: BERICHTE Die letzten Wochen waren Messezeit. Dortmund, Duisburg, Hannover, Salzburg, Friedrichshafen… Bei dem einen, oder anderen stehen jetzt Fragezeichen auf der Stirn- ich kann es geradezu fühlen. „Welche Messen waren denn dort?“ werdet ihr euch wahrscheinlich fragen. Keine Carp-Meetings, ihr habt also wenig verpasst. Als Karpfenangler war man dort Angehöriger einer verschwindend kleinen Gruppe, das Bild wurde von Raubfischanglern dominiert. |
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"Carp-Kolumne Nr.49: Alternativen" von Jan Simon Saamen (11/09) :: CARP.DE :: BERICHTE Tja, wir haben Mitte November und eigentlich sollte es Winter werden, in Deutschland. Eigentlich, denn derzeit herrschen ja eher Frühjahrstemperaturen. 10°C+, Regen und Verhangen. Novemberwetter, wenn da nicht die Temperaturen wären. Aber der Winter kommt. Ganz bestimmt. Und dann? Karpfenangeln ist in der kalten Jahreszeit mühselig und nicht jedermanns Sache. Die Wassertemperaturen fallen auf unfängige 6°c und weniger, die Fische ziehen sich zurück und werden lethargisch. Klar, ab und zu kann man auch im Winter den ein, oder anderen Moosi landen, aber der Aufwand dafür ist ungleich höher, als noch vor ein paar Monaten. |
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"Carp-Kolumne Nr.50: Das Salz in der Suppe" von Jan Simon Saamen (12/09) :: CARP.DE :: BERICHTE Weihnachtszeit. Vor mir steht ein dampfender Becher Tee, getrunken habe ich noch nichts. Ist einfach noch zu heiß. Dafür futtere ich Lebkuchen, Spekulatius und sonstige Leckereien, die man zur besinnlichen Jahreszeit halt so liebt. Gut, die Vorräte gehen langsam zur Neige, aber ab nächster Woche gibt es ja vermutlich Schokohasen und Marzipaneier zu kaufen. Aber ich schweife ab? Ich sitze also zu Hause, das Eisfach steht offen, die Klimaanlage powert und die Fenster sind fest verschlossen, damit die Hitze nicht herein kommt. Ich zelebriere Winterstimmung. Ein gutes Buch tut da sein übriges. So sitze ich also mit dicken Socken und in Fleecehose in meiner Wohnung an der Grenze zum Münsterland und hänge meinen Gedanken nach. |
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