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Es läßt sich nicht immer vermeiden
die Köder auf mehrere hundert Meter raus
zu bringen und meist stößt man immer
wieder auf Ärger. Fischt man an einem Vereinsgewässer
muß man Rücksicht auf die Mitangler
nehmen. Nicht selten kommt es vor, dass man morgens
von einem Vollrun geweckt wird und nach dem Anhieb
feststellen muß das mal wieder ein Blinker
den Weg in die Schnur gefunden hat. Das Theater
ist meist groß und im nu steht es auf der
nächsten Hauptversammlung ganz oben auf der
Liste. Viele kennen dies sicher und man sollte
sich es besser zweimal überlegen ob und wann
man es tut. Doch es gibt auch einige Gewässer
wo man diese Probleme nicht vorfindet.
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Denis
ist mit seiner Taktik erfolgreich!
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Keine Vereinsbindung, sprich einer von den vielen
Baggerseen. Viele von euch haben sie direkt vor
der Tür aber wenige wagen es einen Versuch
dort zu starten. Ist es die Angst dort zu versagen,
keine Fische zu fangen oder sonstiges??! Meistens
hat man diese Seen für sich alleine und sie
sind immer für einen „Dicken“
gut. Naja ich schweife vom Thema ab. Worum es
mir in diesen Bericht geht habt ihr sicherlich
schon erkannt. Es geht um das fischen auf weite
Entfernung, sehr weite Entfernung.
Mein Kollege Tommy und ich fischen zur Zeit
an einem Pool mit etwa 60 Hektar Wasser. Wir haben
dort viele gute Spots ausfindig gemacht die aber
meistens auf Entfernungen zwischen 200-500 Meter
liegen. Natürlich befischen wir auch das
eigene Ufer aber da wir fast immer zusammen fischen
lohnt es sich nicht dort mit mehreren Ruten zu
fischen. Aber eine Montage findet immer den Weg
ans eigene Ufer und sie fängt auch immer
wieder mal einen Fisch.
Jetzt aber zu den oben beschriebenen Spots.
Wir haben die Möglichkeiten auf solchen Entfernungen
zu Fischen und nutzen dies auch aus. Wichtig bei
solch einer Distance ist, das man mit Geflochtener
Schnur fischt. Man erhält so eine optimale
Bißerkennung. Ich habe aber auch schon auf
einer Entfernung von 300 Metern mit einer Monofilen
gefischt und habe trotzdem Vollruns gehabt.
Nachteil ist, das wenn man Hindernisse in der
nähe hat man Gefahr läuft das der Fisch
schon bevor man überhaupt den Biß mitbekommt
darin fest sitzt. Der Grund dafür ist das
die Monofile Schnur eine unglaubliche Schnurdehnung
auf solch einer Entfernung entwickelt.
Die optimale Lösung ist das man vor der
Geflochtenen ca. 100 Meter Mono vorschaltet. Dies
hat den Vorteil das man in der Hauptphase des
Drills sprich im Uferbereich oder wenn man von
Boot aus Drillt(vom Boot aus ist der Drill noch
viel Intensiver) im nahen Bootbereich, mit der
Dehnung der Monofilen arbeiten kann. Es verhindert
ein vorzeitiges ausschlitzen des Fisches. Es ist
nicht einfach mit einer durchgehenden Geflochtenen
zu Drillen und deshalb finde ich diese Lösung
Ideal.
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| Ein
Schuppi der auf große Distanz
gefangen wurde |
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Worauf man achten sollte!
Bleibt die Montage auch wirklich da liegen wo
ich sie abgelegt habe??? Wenn man einige wichtige
Dinge beachtet, dann wird sie es bestimmt. Als
erstes sind schwere Bleie ein muß. Wir benutzen
Kugelbleie ab einem Gewicht von 140 gr. Vorteilhaft
ist es wenn man das Blei noch mit Teig ummantelt
(zB. Matrix+ Groundbait). Man gewinnt zusätzliches
Gewicht und hat dazu noch eine „Extra Lockwirkung“!
Wir haben damit die Besten Erfahrungen gemacht
aber das soll jeden selbst überlassen sein.
Wenn man die Montage mit dem Boot raus fährt,
sollte man dies, solange es möglich ist,
zu zweit tun! Fährt man jetzt eine Rute beispielsweise
auf 350 Meter raus sollte man auf viele Dinge
achten. Schnüre haken gerne mal, das kann
zum verziehen der abgelegten Montage führen.
Bei der Monofilen ist es nicht ganz so schlimm,
aber die Geflochtene verzeiht keinen Fehler. Da
sie ja keine Dehnung besitzt, verzieht die Montage
beim Haken der Schnur sofort. Man merkt es kaum
und viele denken auch nicht wirklich darüber
nach. Es kann über Erfolg und Mißerfolg
entscheiden. Testet es mal, indem ihr die Montage
auf eine x-beliebige Entfernung ins Flachwasser
ablegt und während ihr zurück rudert,
zieht ihr ein paar mal an der Schnur. Ihr werdet
eure Montage nicht mehr dort vorfinden, wo ihr
sie mal abgelegt habt.
Deshalb ist es sinnvoll die Ruten immer zu zweit
auf solchen Entfernungen raus zu fahren. Einer
rudert, der andere hat den Ablauf der Schnur im
Auge.
Montagen
Ich bin kein großer Experte was Montagen
betrifft, aber ich möchte euch trotzdem kurz
eine Montage vorstellen, die sicherlich schon
viele von euch kennen, aber sie ist für diese
Art der Fischerei bestens geeignet.
Wer von euch weiß, ob der Karpfen nach
dem Biß auf 500 Metern auch sicher gehakt
ist? Denken ihr der Anhieb kommt bis zu dem im
Fischmaul sitzenden Haken durch? Also ich habe
da so meine Zweifel und deshalb benutze ich Subfloats
sogenannte Auftriebskörper. Diese haben die
Funktion die Hauptschnur aus dem Wasser zu halten
besser gesagt die Schnur schwimmt knapp unter
der Wasseroberfläche. Die gekauften Auftriebskörper
werden meistens Inline auf die Hauptschnur gezogen
und durch ein Befestigtes Gummi auf der Schnur
gestoppt. Zwischen dem Gummi und dem Auftriebskörper
sollte man noch eine Gummikugel setzen, damit
das Subfloat nicht über das Gummi Rutscht.
Am besten eignet sich Power Gum von Kryston. Dann
wird die Montage befestigt und sie haben die Perfekte
Distanz-Montage.
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Warum es Vorteile hat? Der Auftriebskörper
sitzt Knapp unter der Wasseroberfläche. Wenn
der Karpfen jetzt beißt spürt er sofort
den Druck den der Auftriebskörper auslöst.
Das heißt das der im Fischmaul sitzende
Haken immer unter Konstantem Druck steht und ein
Vorzeitiges aussteigen ist nahezu unmöglich.
Wichtig ist, das der Drill erst richtig losgeht
wenn man mit dem Boot über dem Fisch ist.
Thats it!
Ein weiterer Vorteil ist, das wenn mal nichts
gebissen hat, man die Montage nicht einholen und
wieder raus fahren muß. Man fährt einfach
zum Spot, nimmt die Montage aus dem Wasser, zieht
einen neuen Boilie auf und läßt sie
wieder ab.
Schlusswort
Viele werden diese Montage sicherlich kennen und
ich weiß das auch schon der ein oder andere
Bericht darüber geschrieben worden ist, aber
mir ging es um den Vorteil bei der Distanz-Fischerei.
Viele Leute scheuen diese Montage weil das nötige
Vertrauen fehlt und einige denken sie sei unnötig,
doch sie hat uns schon einige schöne Fische
beschert, die wir ohne die Montage garantiert
nicht gefangen hätten.
So, ich hoffe das ihr so einige von mir beschriebenen
Dinge bei euren nächsten Distanz versuchen
beachtet und ihr werdet sehen das es „ Kinderleicht
„ sein kann.
Think twice before you handle
Denis Vahl
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