Futter frei!
Es ist November, die Temperaturen sind deutlich gesunken und ich denke so langsam über den Abschluss einer sehr aufschlussreichen Saison nach. Eine Saison, in der ich durch ständiges Überdenken und in Frage stellen meiner Vorgehensweise beim Anfüttern die Fänge an vielen Gewässern deutlich steigern konnte.
Es ist interessant, immer wieder feststellen zu müssen, dass ein großer Teil der Angler mehr oder weniger nach ein und demselben Schema am Wasser erfolgreich sein wollen. Was einst funktionierte, kann sich schon nach kurzer Zeit zu einem Flop entwickeln. Gründe dafür werden nur selten gesucht. Liegt es daran, dass die perfekte Zeit und der Zufall irgendwann wieder kommen werden und die Rechnung wieder aufgeht? Ist dieser Moment derjenige, auf den viele warten und sich dann über den verdienten Erfolg freuen können? Was ist mit den vergangenen Sessions? War die Bequemlichkeit oder die Unwissenheit der ausschlaggebende Punkt? Alle wichtigen Faktoren, die eine große Rolle spielen, sind doch erfahrbar. Durch das ständige Berücksichtigen bestimmter Einflüsse und Gegebenheiten sind kontinuierlich gute Fänge möglich. Faktoren die mir als Richtlinien dienen um jede Session so gut es geht schon im Voraus zu planen und vorzubereiten.
In diesem Bericht möchte ich auf einige dieser Faktoren näher eingehen. Um ihnen die interessanten Sichtweisen meines Teampartners Maik nicht vorzuenthalten, wird er den zweiten Teil dieses Berichtes fortführen.
Jahreszeit und Angelplatz
Nichts ist wichtigerer als die richtige Location zur entsprechenden Jahreszeit. Wer denkt, sich die Fische durch Anfüttern an den Spot zu locken, wird sehr schnell enttäuscht werden. Fische fressen nun mal nur da, wo sie sich auch aufhalten. Jeder sollte vor Beginn des Fütterns sein Gewässer ein wenig kennen und sich im Klarem darüber sein, wo er sein Futter einbringt. Ein perfekter Köder bringt an einem schlechten Platz keine Sternstunden.
Altes liegengebliebenes Futter wird früher oder später gammeln und kann zur Gewässerbelastung werden. Gerade die heißen Sommermonate sind mit ihren oft sehr hohen Wassertemperaturen dafür verantwortlich. Aus einem Hot Spot kann durch unüberlegtes Vorgehen zur falschen Jahreszeit schnell ein wahrhafter Dead-Spot werden.
Ein Überblick über die Gewässertiefen und Bodenbeschaffenheiten sind in Einbeziehung der entsprechenden Jahreszeit unverzichtbar, um einen sinnvollen Platz unter Futter zu setzen. Ideal ist es natürlich, wenn wir die saisonbedingten natürlichen Fressplätze mit unserem Futter ergänzen können. Somit laufen wir nicht Gefahr, dass unser Futter unentdeckt bleibt. Buchten, Untiefen, Krautfelder und andere mögliche Hot Spots sind je nach Wassertemperatur vor Beginn des Anfütterns sorgfältig zu beobachten. Sie sind deutlich wichtigere Punkte, als der Futterplatz an sich. Wir konnten schon mit einem einfachen Single-Hookbait mehr Fische fangen als andere mit einem deftigen planlosen Futterplatz. Hier war es ausschließlich der Angelplatz, der dafür gesorgt hat.
Natürliche Nahrung und Fischdichte
Durch unterschiedliche Verhältnisse zwischen dem natürlichen Nahrungsangebot und der tatsächlich vorhandenen Fischdichte ergeben sich sehr oft Fehler beim Anfüttern. Es ist in vielen Gewässern ein großer Vorteil, sich diesen Gegebenheiten unterzuordnen. Wenn man davon ausgeht, dass die Fische überall Futter finden und aufgrund dessen nur sehr selten hungrig umherziehen, kann eine zu große Kampagne schnell kontraproduktiv sein. Die regelmäßige handvoll Futter brachte mir an solchen Gewässern deutlich mehr Aktion als der Einsatz von großen Mengen. Außerdem wurden erstaunlicher Weise kleine auffällige Köder oft schneller angenommen als große.
Aus diesem Grund setzt sich mein Futter aus Boilies bis 16 mm und Tigernüssen zusammen. Ich denke, dass gerade kleines Futter schneller akzeptiert wird. Fische, die den Bauch voll mit Schnecken und Muscheln haben, sind bestimmt nicht darauf programmiert noch zusätzlich viele 30 mm Knödel einzusaugen. Auch wenn dies hin und wieder vorkam, waren kleine Köder immer öfter ein deutlich schnelleres Opfer für unsere Zielfische.
Viele kleine Futterplätze führten schneller zum Auffinden der Fische und nicht selten befische ich in diesem Fall mit zwei Ruten vier Spots im Wechsel. Regelmäßiges Füttern kleiner Mengen zahlt sich hier oft aus. Bei Erfolgserlebnissen gilt es Ruhe zu bewahren und eine drastische Steigerung des Beifutters genau zu überlegen. Nicht selten stellen sich dann die erhofften Runs schnell wieder ein.
Anders hingegen sind die Gewässer, in denen ein überdurchschnittliches Karpfenaufkommen herrscht. Die Fische sind hier meist regelrechte Konkurrenten und reagieren absolut fantastisch auf große massive Futterplätze. Gerade an vielen Stauseen konnten wir trotz 10 kg Boilies am Tag noch Nonstop Fische fangen. Es war ganz egal, ob wir mit Partikeln oder Boilies fütterten, die Fische stellten sich sehr schnell auf den Platz ein und begannen mit dem wettkampfähnlichen Fressrausch.
Hier war gerade der Einsatz von großen Boilies Gold wert, denn nicht selten haben in genau diesen Gewässern auch Brassen und Rotfedern gleiche Fressmanieren. Wer in solchen Situationen richtig klotzt und nicht kleckert, kann wahre Sternstunden erleben. Ein Vorfüttern erspare ich mir an diesen Gewässern ganz, da ich das Futter lieber beim eigentlichen Ansitz einsetze.
Es ist auch immer wieder von Vorteil gewesen, an diesen Gewässern nur einen Futterplatz anzulegen und diesen dann unter Kontrolle zu halten. Meist zahlt es sich wirklich aus mit einer Rute im Zentrum und einer den Rand zu befischen. Der These, große Fische nur in Randbezirken zu fangen, kann ich nicht beipflichten, da dies sehr oft ganz und gar nicht der Fall war.
Viel mehr ist mir aufgefallen, dass immer dann, wenn mein Futter alle war und die meisten Fische das Feld geräumt hatten, immer noch große Fische auf dem Platz waren und ich diese dann auf Single- Hookbaits (wenn auch Tage später) fangen konnte. Es ist in diesem Fall immer einen Versuch wert, den Platz spontan auf eine Nulldiät zu setzen und trotzdem weiter zu fischen, auch wenn der Platz auf einmal tot erscheint. Wenn die Karawane weiter zieht, hat sie meist etwas vergessen...
Wetter
Es zahlt sich immer wieder aus, nicht nur das Wetter beim Angeln selbst zu beachten, sondern auch das vergangene Wetter in Betracht zu ziehen, sowie das bevorstehende in die Vorgehensweise einzubeziehen. Wenn es wahrscheinlich ist, dass das Wetter für die kommenden Tage das Fressverhalten der Fische negativ beeinflusst, beginne ich schon sehr frühzeitig mit der Reduzierung meines Futterplatzes.
Nicht selten bleiben die Fischaktionen nahezu konstant, denn oft stellen sich die Fische mit dem Wechsel des Wetters und dem Luftdruck sehr frühzeitig in ihrem Fressverhalten um. Dies funktioniert natürlich auch im anderen Fall. Wenn es wahrscheinlich ist, dass aufgrund von positiven Wettereinflüssen (Wind oder Regen) mit gesteigerter Futteraufnahme der Fische zu rechnen ist, habe ich einen Teil des Tisches schon gedeckt, um den Fischen von Anfang an das begehrte Futter zu bieten.
Es erschien mir schon oft so, dass die Fische das Futterangebot im Vorfeld registriert hatten und bei der ersten Sauerstoffanreicherung in den Sommermonaten sofort dem vorgemerkten Platz näherten, um sich dann umgehend am reichen Futterangebot zu laben. In solchen Fällen greife ich zum Vorfüttern gerne auf Tigers und Mais zurück, da diese nachdem sie eventuell zwei Tage nur wahrgenommen werden, nicht an ihrer Attraktivität verlieren. Genau dieser Punkt ist auch ein sehr entscheidender Faktor in meiner Futterstrategie im Frühjahr.
Auswahl des Angelfutters
Bei der Auswahl des Angelfutters tendiere ich, so weit es Sinn macht, definitiv zu Boilies. Dennoch gibt es Situationen, in denen ich Partikel und Pellets vorziehe. Ein Beispiel ist hierfür ein Gewässer in dem es mir notwendig erscheint vorzufüttern, aber das Wetter mir nicht optimal erscheint. Würde ich selektiv Boilies füttern, kann es bei inaktiven Karpfen vorkommen, dass das Futter liegenbleibt und sich anhäuft. Die einst aktiven Boilies verlieren Tag für Tag an Attraktivität und verschlechtern meine Aussichten auf einen guten Fang.
In solchen Situationen füttere ich sehr gerne Partikel und Pellets an, da diese von Weißfischen mitvertilgt werden. Sie bringen gleich noch ein wenig Aktion auf den Futterplatz und steigern so die Neugier der oft trägen Karpfen. Als Leckerli sind dann nur ganz wenige Boilies zu finden. Der Futterplatz bleibt so auch in schwierigen Zeiten sauber und im Gedächtnis der Fische.
Sind die Karpfen aktiv, bin ich immer bestrebt ausschließlich mit Boilies zu füttern. Je nach Fischbestand wähle ich die passende Größe meiner Köder aus und behandle sie sehr gerne mit Betain-Dip oder Corn Step Liquid nach. Dies weckt meist das Interesse der Karpfen schneller als das der Weißfische. Im Großen und Ganzen will ich in solchen Sessions den Weißfischen keine Plattform errichten. Das Beifutter (Partikel und Pellets) spare ich mir für die entsprechend anderen Situationen...
Im Frühjahr setze ich viel auf intensives und auffälliges Futter, um das Interesse der Fische zu gewinnen und sie zum Fressen zu animieren. Eine bunte Mischung aus kleinen und halbierten Boilies mit Gum Pellets und einer Partikelmischung wird in Verbindung mit einem Wurm-Extrakt seine Wirkung nicht verfehlen.
Im Herbst hingegen fällt die Futterauswahl an vielen der von mir befischten Gewässer sehr unauffällig aus. Das hat den Grund, dass ich mich, soweit es möglich ist, vor nervigen hungrigen Wasservögeln so gut es geht unentdeckt verhalten will. Farbenfrohes und partikelreiches Futter ist somit fehl am Platz. Steinharte Boilies werden in den größeren Durchmessern ab 24 mm bevorzugt.
Angeldruck
Der letzte Punkt, auf den ich eingehen möchte, ist der Angeldruck. Zum einen ist da der Angeldruck dem sich viele selber aussetzen. Ein innerer Druck, welcher uns schnell zu unüberlegtem Handeln verleiten will. Es ist von großem Vorteil diesen auszuschalten, denn nur wenn wir den Kopf frei haben ist es uns möglich, einen wirklich sinnvollen und durchdachten Plan zu schmieden.
Nun aber noch ein paar Worte zu dem Druck, der von vielen Anglern auf ein Gewässer ausgeübt wird. Wer solche Gewässer befischt, braucht neben starken Nerven auch immer wieder den nötigen Mut und das innovative Denken, um dauerhaft am Ball zu bleiben. Man kann schnell herausfinden, wie es nicht funktioniert, denn man erfährt zwangsläufig immer, wer sich wie oder auch nicht mit Ruhm bekleckert hat.
Bei der Gestaltung von Boilies kann man sich genauso abheben wie mit der Auswahl des Angelplatzes. Auch vergessene Köder sollten wieder einmal ins Auge gefasst werden. Ob hier jedoch das neuste Wunderrig ein Denkanstoß und Ansatzpunkt ist, sollten sie selbst herausfinden.
Nachdem Tobi euch nun mit einigen Situationen vertraut gemacht hat, möchte ich nun im zweiten Teil dieses Berichtes einige meiner Gedanken zu Vorgehensweisen schildern. Doch bevor ich über meine speziellen Ansatzpunkte berichte, denke ich ein paar Jahre zurück. Eine Zeit, in der auch ich sehr oft routiniert, bewaffnet mit riesigen Haken, strammen Vorfächern und den passenden 3,5 lbs Ruten auf allwöchentliche Karpfenjagd ging.
Es war eine sehr maskenhafte Zeit, denn die „spezielle" Prozedur setzte sich wie folgt zusammen: Nach dem hektischen Erreichen des Stammplatzes wurden schnell die Montagen vom letzten Mal mit neuen Boilies bestückt und so weit es mit aller Kraft möglich war an den bekannten Spot befördert. Anschließend durfte eine Ladung Futter nicht fehlen, ich wollte ja die Dicken auf den Platz locken. Hin und wieder war es der Erfolg der sich einstellte und mir das Vertrauen in diese, leider auch heute auch noch sehr geschätzte Methode, gab.
Mit der Zeit wurden die Phasen ohne Fisch länger und meine Ungeduld wuchs. Es war die innere Unzufriedenheit und meine Neugier, die mich zum Umdenken förmlich gezwungen haben. Es war sicher die Zeit, in der nicht nur die Fische ihr Lehrgeld bezahlt hatten...
Meine erste Reaktion war, dass ich die „Kleisterpillen" in die schwarze Tonne vor meinem Haus warf und mich der Boiliekochkunst, wenn man sie so nennen darf, widmete. Schnell war aus meinem Keller eine Art Bäckerei geworden. Zu meiner Verwunderung konnte ich damals schon nach kurzer Zeit bemerken, dass mit den neuen Boilies und feineren Montagen weitaus mehr und größere Fische in mein Fangbuch flatterten.
Stolz konnte ich meine ersten hohen Zwanzigpfünder feiern (die heutige Jugend lacht möglicherweise darüber). Von meiner neu gewonnenen Ansicht über das Karpfenangeln kann ich heute nur sagen, dass es sich bei mir um eine immer weiter fortschreitende Passion handelt. Nie mehr wollte und will ich irgendwo stagnieren oder stehen bleiben. Eine Eigenschaft, die ich, außer den langen Haaren, mit meinem Mitschreiber teile. Aber nun zurück zum Thema.
Weihnachtszeit ist Boiliezeit!
Als nach und nach immer mehr Zutaten bei mir im Regal Platz gefunden hatten, bekam ich auch sehr viele Gedanken und Ideen in Hinsicht auf neue und kreative Boiliemixe. Ja es war und ist bis heute eine richtig ernstzunehmende Sucht daraus geworden. In dieser fischereilosen Zeit konnte ich sehr viele Eigenkreationen testen. Es waren die Eigenschaften der einzelnen Zutaten, wie diese im Wasser reagierten, welche Vorteile sie mir in Verbindung mit diesem oder jenem bringen können. Ehrlich gesagt ging auch sehr viel schief, aber aus den Fehlern lernt man ja nun auch mal. Eigentlich müsste ich mich an dieser Stelle auch bei meinen drei Spieglern bedanken, welche mir immer wieder sehr aufschlussreich zur Seite standen und stehen.
Eine wichtigste Erkenntnis war für mich, dass es keine Wunderboilies gibt, es gab lediglich schlecht, ausreichend und attraktiv optimale Boilies, welche jedoch sehr abhängig von Wassertemperatur waren. Es war immer wieder von Vorteil, den Boilie so naturnah wie möglich zu produzieren. In diesem Sinne konnte ich mit wirklich guten LT-Fischmehlen bessere Resultate erzielen, als mit dem einst verwendeten Pelletmehl. Hochwertige Milchproteine wie Casein und Lactalbumin gehören bis heute genauso in das Grundgerüst meines Boilies, wie diverse Kohlenhydratlieferanten, welche bei mir die Lückenfüller im Boiliemix darstellen.
Bei der Verwendung von Extrakten bemerke ich immer öfter, dass viele Karpfenangler bemüht sind, die Dosierung so hoch wie möglich zu schrauben. Ich bin der festen Überzeugung, dass dies außer einem mächtigen Loch im Geldbeutel kaum andere Erfolge erzielt. Da es sich um hochkonzentrierte Stoffe handelt, war ich immer mit einer Dosierung von 1 % bis zu 4 % mehr als zufrieden. Bei höheren Dosierungen konnte ich keinen Run mehr verzeichnen.
Pimp my Bait!
Sollte mir in besonderen Situationen die eben genannte Tatsache nicht genügen, setze ich gern auf andere Art und Weise einen drauf. Im Speziellen meine ich damit das „Soaken" und Ummanteln meiner Baits. Gerade im Frühjahr und Winter, wenn die Fische noch nicht so aktiv sind, lasse ich meine Boilies durch das Einlegen in einem Gemisch aus Amino Liquid und Liver/Milz attraktiver werden.
Diese Prozedur findet in einem großen Kübel (verschließbar) über mehrere Stunden statt. Wenn mir dies immer noch nicht reicht, dann bestreue ich das ganze mit Fischmehl und diversen wasserlöslichen Zutaten. Das Ganze muss aber nun einige Tage stehen bleiben, damit sich die verführerische harte Kruste bildet (ohne Deckel, nach Möglichkeit in Zugluft abstellen). Im Sommer nutze ich lieber als flüssigen Bestandteil Fischöl und Aminol (flüssiges Fischprotein).
Wer auf eine Wurfrohrfütterung angewiesen ist, sollte seine Baits lediglich mit Aminol und oder Fischöl soaken, da sie sich sonst nicht mehr allzu gut werfen lassen und kleben (wie Liquid Liver/Milz).
Ein letztes Wort möchte ich noch zur Location der Angelplätze verlieren. Keiner sollte die Flinte gleich ins Korn werfen, wenn der anvisierte Angelplatz am Gewässer besetzt ist. Nicht zuletzt wird man dadurch gezwungen, auch einmal andere Plätze zu befischen und unter die Lupe zu nehmen. Ich konnte durch einen solchen Umstand im Frühjahr zum Beispiel dadurch eine richtige Traumsession erleben.
An einem auf dem ersten Blick und überall für unspektakulär gehaltenen Angelplatz konnte ich Fische fangen, die an diesem Gewässer sogar schon für tot erklärt wurden. Möglicherweise mieden die Fische all die stark beangelten Stellen und wollten einfach nur ihre Ruhe...
Ich scheue mich auch seit langem nicht mehr, in sehr flachem Wasser (bis zu 0,5 Meter) zu fischen. Nach der ersten Überwindung meines inneren Schweinehundes war ich förmlich geschockt, was in solchen Bereichen zur richtigen Zeit für Fische zu fangen sind. Auch die schlammigen Bereiche sind immer wieder gern gemiedene Spots. Die dort lebenden Schlammröhrwürmer und Zuckmückenlarven genießen eine herrliche Zweisamkeit mit den Karpfen. Oft nur, weil irgendjemand einmal erzählt hat, dass es Faulschlamm sei...
Es ist immer wieder sehr wichtig, alles in seinem Umfeld zu prüfen und zu hinterfragen, Bestätigungen zu suchen und das ein oder andere Risiko in Kauf zu nehmen. Wer von seinen Wegen abkommt und sich auf Neuland und Entdeckungstour begibt, wird zwangsläufig mehr und mehr seine Vorgehensweise optimieren können.
Dieser Bericht sollte weder eine Anleitung noch ein Modell sein. Vielmehr sollte er lediglich einen kleinen Einblick in unsere Vorgehensweise gewähren. Viel Glück denjenigen, die das eine oder andere anders machen wollen.
Tobias Steinbrück und Maik Mock
Team Progressive Baiting






