Die Rhône – Meisterwerk der Natur
Die Rhône entspringt im Hochgebirge der Schweizer Alpen und durchfliesst den Genfer See, bevor sie Frankreichs Grenzen erreicht. Ab Lyon, wo sie sich mit der Saône vereinigt, wird sie schiffbar. In Arles teilt sich die Rhône in zwei größere Arme, die Grand Rhône und die Petit Rhône, die zusammen mit vielen kleineren Nebenarmen das Rhône-Delta bilden, die bekannte Camargue. Ich möchte hier die Teilstecke zwischen Frankreichs zweitgrößter Stadt Lyon und Arles näher vorstellen. Eingebettet zwischen Weinbergen oder auch Kraftwerken windet sich der Fluss hier durch das berühmte Rhône-Tal. Zusammen mit dem weitverzweigten Kanalsystem ist es Frankreichs wichtigste Wasserader zum Mittelmeer.
Für uns Briten ist es ziemlich schwer, auf der stundenlangen Hinfahrt berühmte Gewässer wie etwa den Cassien oder den Salagou hinter sich liegen zu lassen. Auch aus Deutschland kommend fährt man auf der weiten Reise gen Süden an vielen bekannten Revieren vorbei, etwa dem nördlichen Fluss-System von Seine, Saône und Yonne oder den großen Seen Der, Orient oder Tempel. Warum zieht es meine Freunde und mich trotzdem immer wieder an diesen mächtigen Fluss so weit im Süden?
Für mich besitzt dieser Fluss noch immer jene fast vergessene Magie des Unbekannten, die mich schon als Kind beim Angeln fesselte: Welch gewaltige Fische mögen direkt vor den Rutenspitzen vorbeiziehen? Es ist der Reiz des Unbekannten, der die Begeisterung mit jedem Run aufs Neue entflammt, denn man weiss nie, wer oder was gerade jetzt Schnur von der Rolle reisst. Vielleicht ist es auch ein wenig Demut vor diesem mächtigen Strom voll rauher Urgewalt, dieser riesigen Wasserfläche voller Geheimnisse. Oft sind wir die einzigen Karpfenangler auf Kilometern von Uferstrecke und möglicherweise wurden unsere Stellen nie zuvor befischt! Allein unter Karpfen von unbekannter Größe und Anzahl – Stoff für Träume.
Der Fischbestand
Wie gesagt ist nur recht wenig über den Karpfenbestand bekannt. Sicher ist nur, dass dort Riesen herumschwimmen! Wir dürfen nie vergessen, welch gigantische Fische Frankreichs Flüsse schon immer produziert haben, man denke nur etwa an die Siebzigpfünder aus der Yonne und der Mosel. So überrascht es nicht, dass in den unteren Rhône-Bereichen regelmäßig Karpfen zwischen 20-30 kg in den Netzen der Berufsfischer auftauchen; bedauerlicherweise nur werden viele dieser Fische unter der Hand weiterverkauft. In einer Zeitung habe ich ein Foto eines Sechzigpfünders entdeckt, der leider getötet wurde. Derart große Fische sind natürlich schwer zu finden, aber angesichts der Erfolgsbilder meiner französischen Freunde hoffe ich, dass auch meine Hartnäckigkeit eines Tages mit einem solchen Monster-Spiegler belohnt wird.
Das Groß der Fische stellen nach meiner Erfahrung jedoch Schuppenkarpfen um die 18 bis 20 Pfund herum da, die zu buchstäblich Tausenden den Fluss bevölkern und hektische Sessions versprechen. Recht häufig sind auch Dreissigpfünder dabei. Fische über 20 Kilo dagegen sind eher die Ausnahme und meist Spiegler. Aber gerade erst kürzlich habe ich ein Bild eines 50-pfündigen Schuppenkarpfens gesehen, der zusammen mit einem weiteren Vierzigpfünder gelandet wurde – leider ein paar Tage nach meiner Abfahrt...
Nach meiner Erfahrung treten die Fische meist in großen Schulen auf, was ziemlich hektische Stunden bedeuten kann, wenn eine dieser ewig hungrigen Gangs unseren Platz abräumt. Nicht zu vergessen wäre die phänomenale Kraft dieser Kämpfer; einige Fische konnte ich nach hartem Drill erst einige hundert Meter unterhalb meines Platzes landen. Machen Sie sich also auf harte Kämpfe gefasst.
Location
Natürlich ist das Aufspüren der Fische an jedem Fluss von entscheidender Bedeutung. Umso mehr gilt dies für die Rhône, wo neben dem Hauptstrom die unzähligen Kanalsysteme, Staus, Kraftwerke, Altarme und Zusammenflüsse ein riesiges Wassersystem ausmachen. Karpfen sind zwar derart weit verbreitet, dass fast überall mit vereinzelten Fängen gerechnet werden kann, aber wer auf einen der wirklich großen Schwärme oder auf besonders schwere Einzelexemplare aus ist, sollte sich zu gründlichen Erkundungstouren an unterschiedliche Strecken bewegen. Bei der Suche nach den besten Plätzen gehe ich indirekt vor, suche also nach geeigneten Tiefen oder bestimmten Features. Da sich die besten Fangplätze im Laufe der Saison etwas ändern, möchte ich ein paar Richtlinien aufstellen, was Karpfen zu bestimmten Zeiten im Jahr bevorzugen.
Frühjahr (Ende März bis Juni)
Nur langsam erwärmt sich die Rhône, weil die Zuflüsse aus den Alpen oft eisiges Schmelzwasser einspeisen. Von Ende März an versammeln sich die Karpfen vorwiegend in der Nähe ihrer späteren Laichplätze. Interessante Bereiche umfassen jetzt Flachzonen aller Art: In flachen Kiesstrecken oder Buchten erwärmt sich das Wasser eher und auch das natürliche Futterangebot ist dort um diese Zeit größer.
Holz oder Kraut: Abgestorbene Bäume und Krautbetten bieten nicht nur Schutz und Nahrung, sondern sind auch oft spätere Laichplätze.
- Kleine Buchten und Altarme: Im Frühjahr wandern Karpfen gern in die flacheren Seitengewässer, weil sie sich schneller erwärmen als der Hauptstrom und gute Laichmöglichkeiten bieten.
Eine Warnung: Im März und Anfang April transportiert der Fluss noch viele losgerissene Bäume, Kraut und ähnlichen Ballast. Dieses Treibgut kann sich als außerordentlich lästig erweisen – einmal wurden mir mitten in der Nacht alle vier Ruten von den Haltern gerissen! Seien Sie also vorsichtig.
Sommer (Juli – September)
Meiner Ansicht nach die schwierigste Zeit, besonders während der großen Hitze im Juli und August. Der Überfluss von Krebsen, Muscheln, Schnecken und dergleichen verteilt sich über den gesamten Fluss, so dass die Karpfen nicht länger an einige wenige Stellen gebunden sind. Die Fische verteilen sich über dem gesamten Wasserverlauf und wandern oft mehrere Kilometer am Tag. Die besten Stellen liegen jetzt meist in der Nähe tieferen Wassers. Oft tauchen die Karpfen während der Gluthitze des Tages in die kühleren Bereiche zwischen 4 und 8 Metern Tiefe ab. In der Nacht dagegen werden sie wieder die flachen Uferbereiche nach Beute durchstöbern. Achten Sie daher auf Ansammlungen von Steinen, Holz oder Krautfelder, die fast überall zu finden sind – die Karpfen werden nicht allzu weit entfernt sein.
Während Hitzeperioden sollte man auch unbedingt an Bereiche mit zusätzlichem Sauerstoff denken: Das verwirbelte Wasser unterhalb von Staustufen und Wehren kann in der heißen Augustsonne zum reinsten Karpfen-Magneten werden.
Herbst (Oktober-November)
Die Fische fressen sich jetzt den Winterspeck an. Die Fressplätze sind ähnlich wie im Sommer. Immerhin sind jetzt Massenfänge möglich, weil die Karpfen sich allmählich wieder zu größeren Schwärmen zusammenfinden.
Winter (Dezember bis Anfang März)
Jetzt beginnt meine favorisierte Jahreszeit an der Rhône. Die stetige Wasserbewegung hält die Fische wie in jedem Fluss munter. Um die im täglichen Schwimmen verbrauchten Energiereserven aufzustocken, werden sie selbst bei niedrigen Wassertemperaturen nach Futter suchen.
Außerdem gibt‘s da einen netten Trick! Die Rhône besitzt einige Kernkraftwerke, deren erwärmtes Kühlwasser sich in den Strom ergießt. Wer einen dieser Ausläufe entdeckt, hat einen echten „Hotspot“ gefunden.
Die Masse der Fische wird sich nicht weit entfernt davon aufhalten. Sowohl die Fische als auch ihre Nahrung werden sich geballt im wärmeren Wasser versammeln. Abgesehen von diesen „Hot Spots“ ist die Location naturgemäß äußerst schwierig im Winter, wobei das stille Wasser im Bereich von Rückströmungen, Hindernisse und Brücken immer einen genauen Blick lohnt. Auch die Nebengewässer sollten nicht übersehen werden, weil sie Schutz vor der rauen Hauptströmung bieten.
Harte Arbeit!
Um möglichst oft die Karpfen zu finden, gibt es nur eine Möglichkeit: Die meiste Zeit über verbrachte ich damit, verschiedene Flussstrecken abzusuchen. Man weiss eben nie genau, was sich hinter der nächsten Biegung verbirgt. Dazu kommt, dass die Winterhochwasser das Gesicht des Flusses ständig ändern; ein Platz, der dieses Jahr uninteressant und langweilig erscheint, kann nächstes Jahr Szene fantastischer Fänge werden – oder umgekehrt. Auf der Suche nach neuen Plätzen habe ich etliche Abenteuer erlebt, die ich wohl kaum vergessen werde – sei es der festgefahrene Wagen, oder wie ich mich einst stundenlang inmitten der ausgedehnten Weinberge und Obstgärten neben dem Fluss verirrt habe.
Wetter und Pegelstände
Beim Flussfischen sind wir natürlich sehr von den Wetter- und Wasserstandsbedingungen abhängig, weil ein Hochwasser alle unsere Hoffnungen zunichte machen kann. Zwar ist man auch an der Rhône nicht vor solchen Extrembedingungen gefeit, wie die extremen Hochwasserstände von 2003 zeigten. Aber zu unserem großen Vorteil wird der Pegelstand der Rhône als wichtige Schifffahrtsstraße durch zahlreiche Staustufen und Wehre reguliert.
An vielen Strecken wird daher der Wasserstand höchstens von außergewöhnlich starken Regenfällen beeinflusst. Trotzdem sollte man immer mit plötzlich auftretendem Hochwasser rechnen und die Wetternachrichten verfolgen. Starke Regenfälle weiter flussaufwärts können selbst bei gutem Wetter den Pegelstand steigen lassen.
Das Rhône-Tal – Land der unbegrenzten Möglichkeiten?
Das Rhônetal hat weit mehr zu bieten als den Fluss selbst: Viele kleinere Seen und Kanäle voller Karpfen laden zu Erkundungstouren ein! Dank mehrerer Wochen intensiver Nachforschungen von meinen Freunden und mir besitzen wir nun eine Liste von Ausweichgewässern für den Fall, dass der Fluss selbst unfischbar ist oder die Bedingungen ungünstig erscheinen.
Sehr interessant sind etwa die vielen kleineren Seen direkt neben dem Fluss. Sie enthalten allesamt Karpfen und dies teilweise von erstaunlicher Größe. Die Fische folgten einst dem Hochwasser und fanden sich dann beim Rückfall des Wassers in diesen überschaubaren Wasserflächen gefangen. Nicht selten wachsen sie hier jedoch sehr gut ab. In den Kanälen dagegen scheinen eher die kleineren Schuppenkarpfen zwischen 8-9 Kilo zu überwiegen; für die geringere Größe dieser Fische entschädigt neben ihrer hohen Anzahl vor allem ihr gut ausgeprägter Appetit.
Taktiken
Idealerweise würde ich jeden Platz wenigstens zwei Tage lang vor dem Fischen anfüttern. In dieser Zeit haben die Fische Gelegenheit, sich an Futter und Platz zu gewöhnen und mit etwas Glück befinden sich schon fressende Karpfen in der Nähe, sobald wir mit dem Fischen beginnen. Für diese „Initialzündung“ füttere ich wenigstens täglich einmal mit insgesamt 30-40 kg Futter. Das Futter besteht hauptsächlich aus gekochten Mais und Erdnüssen, dazu kommen rund 5 Kilo Boilies und ein paar Kilo Pellets. Nach wenigstens zweimaliger Vorbereitung beginne ich dort zu fischen. Beim Angeln selbst füttere ich regelmäßig alle paar Stunden in kleineren Mengen nach, um so eine stetige Futterspur zu erzeugen und auch Fische flussabwärts anzusprechen. Wieviel ich nachfüttere hängt von der Beisslust der Fische ab.
Gerät
Wie jeder Fluss ist auch die Rhône sehr hindernisreich und das Unterwasserprofil ändert sich fast jährlich. Als Schutz gegen Wellenschlag und Erosion sind die Ufer mit Steinpackungen bewehrt, wobei die Steine häufig mit rasiermesserscharfen Muscheln übersät sind. Während des Sommers können massive Krautfelder ebenfalls problematisch werden, aber nichts ist auch nur annährend vergleichbar mit den terroristischen Anschlägen der Karpfen auf unser Gerät und unsere Nerven! Man darf diese Flussfische wirklich nicht unterschätzen: Beinahe wie im Spaß reißen sie uns die Rolle leer und lassen uns über Stock und Stein hinterherhetzen, während sie mit fast schlafwandlerischer Sicherheit geradewegs auf das nächste Hindernis zujagen. Unser Gerät sollte diesen Belastungsproben gewachsen sein.
Ich fische 12 Fuß Ruten mit 3,5 Pfund Testkurve samt Brandungsrollen und 15 Pfund Fox Soft Steel. Angesichts der Uferbefestigungen sind lange Schlagschnüre unverzichtbar, ich schalte 10-15 Meter 45 Pfund geflochtene Armadillo-Schlagschnur vor. Persönlich bevorzuge ich lange, einzelne Banksticks gegenüber Rod Pods, wobei die befestigten Ufer mancher Abschnitte nichts außer High Pods zulassen.
Montagen
Beginnen wir den Bleien: Ich fische hauptsächlich mit Bleien von 6 oz (170 Gramm) oder mehr, wobei die noppenbewehrten Kling-Ons besonders gut liegenbleiben. Aber oft rutschen selbst diese Bleie weg und wir müssen auf Meeresbleie in 240 oder gar 340 Gramm ausweichen (12 oz)! Um selbst in extremer Strömung noch am anderen Ufer oder im Hauptstrom fischen zu können, greifen mein Freund Sam und ich gern auf das altbekannte „Stein-Rig“ zurück.
Das Stein-Rig
Ein möglichst kantiger Stein von rund einem Kilo Gewicht wird mittels einer Schnur wie ein Paket oder Geschenk verschnürt. An diese Schnur wird ein 50 cm langes Ende 0,15er geknotet. Diese Sollbruchstelle kann dann entweder mittels einer Schlaufe in einen Bleiclip gehängt oder einfach direkt in den Vorfachwirbel geknotet werden. Bei dieser Montage bevorzuge ich relativ lange Vorfächer von rund 45 cm Länge. Überraschenderweise sind Verwicklungen kaum zu befürchten, da das Vorfach von der Strömung gestreckt wird und nicht mit dem dünnen Seitenarm in Berührung kommt.
Der einzige Nachteil ist, dass jedes Mal das Boot zum Versenken des Köders benötigt wird. Bei einem Biss ist deutlich zu beobachten, wie zunächst die Rutenspitze ausschlägt, während der Fisch noch an der dünnen Schnur zerrt, um dann plötzlich – nach dem Bruch der 0,15er – mit Urgewalt loszuschießen. Um die Rute einzuholen, wenn kein Biss erfolgte, schlägt man am besten an und sprengt dadurch den dünnen Seitenarm.
Vorfächer
Im Grunde komme ich mit zwei einfachen Faustregeln aus: Erstens möglichst einfach und zweitens möglichst kräftig! Je einfacher das Vorfach ist, desto geringer ist die Gefahr, dass irgendetwas sich in der Strömung verwickelt. Außerdem haben die meisten Fische wahrscheinlich noch nie zuvor einen Haken gesehen, so dass wir uns über besonders ausgefeilte Montagen wirklich keine Gedanken zu machen brauchen. Mein Standarvorfach besteht aus 30-35 cm gecoatetem Geflecht in 25 Pfund Tragkraft und dem No-Knot.
Als Haken bevorzuge ich starkdrähtige 4er, etwa Fox Series 5 oder 2 XS. Nach innen gebogene Hakenspitzen bleiben über steinigem Grund länger scharf, wenn die Köder in der Strömung umherrollen. Ich schneide den Befestigungsarm der Bleiclips etwas an, damit das Blei bei einem Hängers im Drill schneller freikommt. Gewohnheitsmäßig montiere ich bei jeden Wurf einen PVA-Stringer oder -Beutel, da ich davon überzeugt bin, dass etwas Futter in Hakennähe den Fisch schneller zum Köder führt.
Futter und Köder
Mit harten Boilies von wenigstens 20 mm Größe halten wir Barben, Brassen und Döbel weitgehend in Schach. Obwohl ich lösliche Pellets als exzellente Attraktoren schätzen gelernt habe, locken sie leider doch öfters ganze Horden unerwünschter Mitesser der eben genannten Arten auf den Platz. Die Masse des Futters stellen jedoch wie erwähnt Mais und Erdnüsse dar, die auch direkt in Frankreich günstig zu erwerben sind. Ich würde empfehlen, so viel Futter wie nur irgendmöglich einzusetzen!
Seien Sie nicht zu schüchtern, es sind unglaublich viele Mäuler in der Rhône zu stopfen und während guter Beissperioden steht man schnell blitzblank da. Boilies stellen eindeutig meine erste Wahl für Hakenköder dar. Nur wenn Krebse oder Katzenwelse zum Problem werden, weiche ich auf Tigernüsse, Mais oder Erdnüsse aus.
Erlaubniskarten
Die meisten Bereiche können mit der „Permit de Peche“ beangelt werden. Die „Permit de Peche“ ist in allen Geräteläden erhältlich, etwa bei „Mondial Peche“ in Avignon, teilweise auch in Bars oder Cafés. Die Kosten betragen rund 70,- € für ein Jahr, wobei sie nicht vergessen sollten zu erwähnen, dass sie auf Karpfen fischen.
Nachtangeln - Legal oder Illegal?
Vorschriften und Regeln sind in jeden Department unterschiedlich, studieren sie daher vorher die Erlaubniskarte genau... Obwohl einige der legalen Nachtangel-Zonen gut gewählt wurden, liegen die meisten doch leider an nicht gerade sonderlich produktiven Strecken. Wer außerhalb der Nachtangelzonen fischt, handelt auf eigene Gefahr, wobei ein wenig Diskretion sicherlich der Sache förderlich ist. Der Fluss ist lang und weder meine Freunde noch ich sind bisher der „Garde de Peche“ begegnet.
Hoffentlich konnte ich einen ersten Eindruck über diese so gewaltige Rhône vermitteln. Ich hoffe, dass einige von ihnen einen Versuch wagen werden und dabei ein paar Geheimnisse lüften können. Aber auch hier erfordert der Weg zum Erfolg viel Engagement und Aufwand, um die besten Stellen in dieser riesigen Wasserstrasse zu finden. Um so höher wiegt aber auch das Glück und die Zufriedenheit, wenn es denn endlich gelungen ist. Viel Spaß beim Suchen und viel Glück.
Wo beginnen? Einige Tipps zum Abschluß
Abschließend hier für die ersten Versuche eine kleine Liste mit Strecken, die als Anhaltspunkt für die ersten Versuche gelten können. Etliche dieser Stellen habe ich selbst erfolgreich befischt, andere wurden mir empfohlen. Bitte überprüfen sie, ob die empfohlenen Strecken noch immer legale Nachtangelstrecken sind, da die Bestimmungen sich regelmäßig ändern.
Orange:
- Das linke Ufer in Vaucluse nahe der A9-Brücke
Die Strecken um:
- Condrien
- Tain l‘Hermitage
- St. Vallier
In Vallabregues nahe bei Beaucaire findet sich eine 1 km lange produktive Nachtangelzone.
Als Reservestrecke:
- Canal du Rhône nahe bei Sete
- Canal du Rhône
- Roche du Glun, Tain l‘ Hermitage






