LK-Baits

Die Schätze der Tempelritter

Von Patrick Zambeaux und Jean-Pierre Becker / Mai 2011

Einst waren tausende von Hektar Land in den Händen der Tempelritter, welches einen Grossteil ihres Vermögens darstellte. Jahrhunderte sind seither vergangen, doch noch immer ranken sich Geschichten und Legenden um die Wälder der Templer, die sich mittlerweile im Besitz des französischen Staates befinden. Und in genau diesen Wäldern stößt man heutzutage auf eine weite, blaue Wasserfläche: Den Lac du Temple. Wenn auch von Menschenhand geschaffen, ist der Temple eine mysteriöse Perle der Natur. Für Angler und Naturliebhaber ist dieses 1870 Hektar große Seegebiet das wertvollste Vermächtnis der Tempelritter.

Die Vogelwelt am Temple ist vielfältig mit vielen seltenen ExemplarenDie Geburtsstunde eines Sees
Im Jahre 1912 führte der Ingenieur Henri Chabal eine Studie zur Wasserversorgung von Paris durch. Drei Jahre später, in den Wirren des ersten Weltkrieges, gelangte der Leutnant Chabal nach Troyes in der Region Aube, wo ihm ein Artikel über die Seine in die Hände fiel. Daraufhin beschloss er, verschiedene Stauseen anzulegen. Dies war der Beginn des großen Seenprojekts an der Seine, auch wenn diese Pläne bald wieder in der Schublade verschwanden, da sie zu jener Zeit als zu riskant eingestuft wurden. Erst lange danach griffen Ingenieure die Idee von Henri Chabal zum Bau der großen Stauseen an der Seine wieder auf und schufen den Lac du Der (1974), den Lac d’Orient (1966), den Lac Amance und den Lac Temple (1990).

Darüber hinaus schufen sie auf dem Granitboden des Morvan den Pannecière (1949). Die Arbeit an den Seen Amance und Temple, auch Auzon-Temple genannt, begannen 1982. Vier Jahre darauf wurde mit dem Bau des Deichs von Brevonnes begonnen. Zu seiner Zeit war es das größte Tiefbauprojekt in Frankreich, das drei Jahre lang währte und 400 Leute, darunter 260 Arbeiter, beschäftigte. 1990 war das Becken zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Der Staudeich hatte unglaubliche Dimensionen: Eine Höhe von 22,5 Metern, eine Breite am Fuß von 165 Metern und eine Länge von über zehn Kilometern. Dieses großartige, komplexe Bauwerk verdient ehrliche Anerkennung! Ich kann mich noch deutlich an das Dröhnen der Motoren erinnern, als die schweren Baufahrzeuge – ich war damals noch ein Kind – durch unser Dorf unweit der Seen fuhren. Auch erinnere ich mich genau an die Gehölzplantage meiner Eltern, unseren Lieblingsplatz, die der Axt zum Opfer fiel, um Platz zu schaffen für das flüssige Element!

Wenn der Wasserspiegel ansteigt, fließt Wasser über einen Verbindungskanal aus dem Lac Amance in den Temple. Die Seen werden oberhalb von der Aube gespeist, genau dem Fluss, in den das Wasser am unteren Ende des Seenkomplex hinter dem Temple wieder mündet. Zusammen formen Amance und Temple den Staukomplex Aude. Jedes Jahr im Juli beginnt das Ablassen des Temple, je nach Zehnjahresplan, wovon der letzte 2006 erstellt wurde.

Die rot gekennzeichnete Uferstrecke ist die NachtangelzoneEin Schatz
Heilig oder die Hölle: Das ist beim Temple Ansichtssache! Patrick nennt ihn den kleinen Bruder des Orients und da liegt viel Wahres drin, wenn man das Potenzial dieses Sees kennt. Als der See geöffnet wurde, lag das Fanglimit für Hechte bei 50 cm und vier Stück pro Tag. Dies war eine Einladung zum Plündern: Als Kind sah ich oft, wie Angler mit den vier großen Hechten vom Temple zurückkamen und dabei noch so viele Barsche mitnahmen, wie sie an Drahtbügeln tragen konnten – Barsche, die ich niemals fangen würde. Und hier rede ich nicht von normalen, handtellergroßen Barschen, sondern von solchen bis zu 60 cm Länge, deren schwarze Streifen klar sichtbar waren. Die Tiefkühltruhen waren stets gefüllt damit.

Aber diese Umstände waren von kurzer Dauer und die Pseudo-Angler verschwanden bald wieder. Die Buchten und Rückzugsgebiete des Sees begannen, sich mit Weißfischen zu füllen, und an der Oberfläche raubende Hechte waren ein Anblick, der einen ins Staunen versetzte. Der Fischbestand des Sees hat sich mittlerweile stabilisiert; er ist hoch aber nicht übermäßig hoch, wozu sicherlich auch die anwesenden Kormorane beitragen. Welse haben sich stark verbreitet, die sich zu einem großen Teil von Flusskrebsen ernähren. Außer wenn man es auf diese Welse abgesehen hat, ist es nicht ratsam, mit Pellets oder Boilies mit Fleischaroma anzufüttern. Patrick erlebte dies eines Nachts und fing vier Welse mit einer Länge zwischen 1,10 Meter und 1,50 Meter. Es steht außer Frage, dass der See auch eine Reihe noch größerer Welse beherbergt. Der meines Wissens größte Welsfang am Temple war ein Fisch mit einer Länge von 1,86 Meter, der rund achtzig Pfund auf die Waage brachte. Es ist durchaus möglich, dass der See in Zukunft auch unter spezialisierten Walleranglern für Aufsehen sorgen wird.

An der Mole von Pogains befanden sich hinter den Inseln alte Teiche, die vom See überflutet wurden. Die Uferbäume stehen immer noch an diesen Teichen und bieten den Fischen unter Wasser Schutz und den Kormoranen über Wasser Brutgelegenheit. Ein weiterer Teich wird Marmoret genannt und befindet sich außer Reichweite vor den Schornsteinen von Brevonnes in der Nähe von Pogains. Ein dritter Teich befindet sich bei Caron vor dem Überlauf in Etape. Einige Leute behaupten, dass die großen Karpfen, die am Temple gefangen wurden, aus diesen Teichen kamen, an denen einst Fischzucht betrieben wurde. Was mit Sicherheit feststeht ist, dass der Karpfenbestand durch Fische aus den nahegelegenen Flüssen und durch die natürliche Reproduktion, gepaart mit einem hohen Nahrungsangebot und Kreuzung verschiedener Karpfenarten, enorm explodiert ist. Durch die Paarung unterschiedlicher Karpfentypen gibt es im See heute eine Reihe sehr markanter, junger Fische.

Zum teil sind die Uferpartien des Temple erheblich verkrautetSchon im Jahr 1999 fischten wir per Boot im tiefen Wasser auf Barsche. Wir probierten unser Glück mit Rogen, bekamen ein paar Bisse, konnten aber keinen Fisch landen. Um zehn Uhr wurde es zu heiß zum Fischen. Am anderen Ufer konnte man plötzlich Karpfen sehen: Laichzeit! Dort angekommen, glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen. Ungefähr dreißig Fische schwammen um unser Boot. Fische so groß, dass uns der Atem stockte. Spiegelkarpfen. Schuppenkarpfen. Alle zwischen 30 und 50 Pfund. Ich erinnere mich an einen superlangen Schuppenkarpfen mit dunkelgelben Flanken und einem weißen Bauch, der bei dem Spiel ans Ufer geriet. Ich erinnere mich auch an einen enormen Spiegler mit gigantischen Schultern. Über all dies führte ich sorgfältig Buch. Wenn ich an den großen Seen einmal länger keinen Biss habe, dann lese ich diese Notizen und schöpfe daraus wieder Motivation. Noch heute strebe ich nach diesen Fischen, die ich vor 13 Jahren gesehen habe.

Ein Grossteil der Fische am See sind Schuppenkarpfen, die wesentlich weniger sesshaft sind als die anderen und daher zweimal so schwer zu fangen sind. An ganz besonderen Tagen kann man großartige Spiegelkarpfen mit wenigen, riesigen Schuppen sehen – seltene Fische und daher auch alles andere als leicht zu fangen.

Angelzonen und Bestimmungen
Die Karpfensaison beginnt am ersten April und dauert bis Mitte Oktober, wenn die Jagdsaison einsetzt. Im Verhältnis zur Größe des Sees ist die Nachtangelzone lächerlich klein. Auf diversen Angelveranstaltungen wie auch bei einfachen Gesprächen am Ufer hört man immer das gleiche: “Ihr Karpfenangler seid nie zufrieden” und “Ihr habt ja sowieso schon die besten Bereiche”. Wie gerne würden wir – auch nur für ein einziges Jahr – mit den Raubfischanglern tauschen! Die kleine Nachtangelzone fängt links vom Einlauf der Caron an und hört an der Waldkante der Einbahnstrasse nach ungefähr zwei Kilometern wieder auf. Dorthin kommt man nur mit einem Boot, wenn man dort aufgrund des vielen Krauts überhaupt fischen kann.

Einer der größten Fische, die wir hier fangen konnten: 25,6kgAm See gibt es sehr viele Fische aller Gewichtsklassen. Die Beschaffenheit des Gewässers ist sehr unterschiedlich, mit lehmigen Boden, wie wir ihn vom Orient kennen und Schlamm, der jedoch nur selten faulig ist. Obwohl der See von Menschenhand geschaffen wurde, hat die Natur am Temple die Oberhand. Der See fügt sich wie von selbst in die großen Wälder ein und liegt abgeschieden von Gebäuden und Verkehr. Die Ufer, einst von Bulldozern planiert, haben sich schnell regeneriert und sich nun dicht mit Weiden und anderen Bäumen bewachsen. Früher gab es hier keine Vögel, doch über die Jahre zeigen sich nun immer mehr Vögel, als ob sie die Renaturierung dieses Gebiets nun vollenden möchten. Heute gibt es am Temple Graureiher, Wasserhühner, Schwarzstörche, Brachvögel, Kraniche, Gänse und viele andere Vogelarten.

Für einige Vögel ist der Temple ein Durchzugsgebiet, andere sind das ganze Jahr hier. Kormorane können bekannterweise eine ziemliche Plage werden, insbesondere wenn der Wasserstand niedrig ist und sie zu tausenden einfallen. Natura 2000, die Naturschutzorganisation, hat bislang noch nicht auf diese Lage reagiert. Auf eine Flut weiterer Kormorane werden sie sicherlich nicht warten müssen, denn es sind schon genug da. Ich habe mich schon oft gefragt, warum es keine Naturschutzverordnung gibt, die auch die Fische schützt. Sind es Angler nicht wert, dass man die Fische schützt? Oder ist es so schwierig, zusammenzuarbeiten? Seit ich den See 1993 zum ersten Mal ernsthaft befischt habe, wurde ich noch nie von einem Umweltschützer oder Naturliebhaber zu diesem Thema befragt, dabei bin ich sicher, dass ein Austausch auf diesem Gebiet sehr hilfreich sein könnte. Schließlich kann ich über die Vögel des Temple das eine oder andere berichten.

Das befischbare Gebiet am Temple wurde im Laufe der Zeit immer weiter eingeschränkt. Vor kurzem wurden durch gelbe Bojen markierte Schongebiete eingeführt, von denen man beim Angeln 50 Meter Abstand halten muss. Man kann sich eine Strafe einhandeln, wenn man dort sogar nur das Ufer betritt, um sich zu erleichtern – ein klarer Widerspruch zum Touristengedanken, der der Gestaltung dieses Sees zugrunde liegt. Die Umweltschützer überwachen dieses wildschweinverseuchte Gebiet um Temple und Orient sehr genau, wobei sich manchmal die Frage stellt, was es überhaupt noch zu schützen gibt, wenn sich erst einmal eine Rotte Wildschweine über ein Gebiet hergemacht hat.

Seit 1990 wurde die Nachtangelzone nur um insgesamt 300 Meter erweitert, wenn sie eigentlich hätte verdoppelt und die Einschränkungen des Fischens vom Ufer aus hätten verringert werden können. Wie kann das Fischen nun also verbessert werden? Es ist wichtig, dass die Nachtangelzone bis zum Ruderclub (Pont aus Ânes) und am Rande der Caron, wo früher schon einmal das Nachtangeln erlaubt war, erweitert wird. Allerdings stehen wir Karpfenangler angeblich im Weg der Hechtangler, wie häufig hier und am Amance und am Orient deutlich gemacht wird. Patrick und ich, beide im Vorstand der AAPPMA, des französischen Anglerverbands, werden uns weiterhin so gut wie möglich für die Rechte der Karpfenangler an diesen Seen einsetzen.

Ein schöner 18kg Spiegler. Vielleicht stammt er aus dem Altbestand?Das Fischen
Im September 2003 traf ich Patrick am Temple. Ich ging mit meinem 30 Jahre alten Tabur-Yak III Boot, das leider kurz darauf seinen Geist aufgab, beladen wie ein Esel außerhalb der Nachtangelzone entlang. Obwohl mein Lieblingsplatz schon belegt war, ging ich zu den Anglern hinunter, um etwas zu quatschen und vielleicht einen Kaffee abzustauben. Am Ende war die Begrüßung noch viel herzlicher als erwartet und ich wurde eingeladen, direkt neben ihnen zu fischen. Patrick angelte seit 2001 am Temple und als wir hinter den ausgelegten Ruten saßen, hatten wir viel über den See, sein Potenzial und unsere Erfahrungen auszutauschen. Wir verstanden uns von Anfang an hervorragend und sind enge Freunde geblieben. Das Fischen hat uns seither verbunden und liegt unserer Freundschaft zugrunde.

Patrick fütterte damals nur mit Boilies an und zwar mit Formula One und Nash Monster Pursuit in 20 mm und 24 mm Durchmesser. Alle zwei Tage fütterte er sieben Kilogramm Boilies breit verstreut in seinem Bereich an. Am Anfang war ich skeptisch, aber nicht mehr lange, als ich die Fotos der großen Fischen sah, die er so gefangen hatte. Der Wasserstand fiel in jenem Jahr besonders schnell und die Fische schwammen bei Südwestwind vom Ende des Sees in den breiteren Teil. Wir saßen dafür genau am richtigen Platz und ich war sehr zufrieden damit, das zu fangen, was Patricks Taktik mir übrig ließ.

Durch den Fang einer Reihe kleinerer Schuppenkarpfen wurden wir auch auf Stellen mit größerem Krebsbestand aufmerksam, wo wir dann mit einem Schneemann-Rig oder ähnlichem mit Boilies oder Tigernüssen fischten. Dazu verteilten wir zwei Schaufeln Pellets und ein paar Partikel. Am wichtigsten war es jedoch, die Fische zur richtigen Zeit abzufangen, wenn sie in die Bucht hinein- oder hinauszogen.

Jeder Tag war ein Erlebnis, nicht nur wegen der großartigen Fische, sondern auch weil der See unsere Herzen bei diesem magischen, wilden und unvorhersehbaren Hobby höher schlagen ließ. Bei Sonnenuntergang verändert sich am Temple die Umgebung und verleiht ihm eine einzigartige Stimmung, bei der sich der Wald einem auf die Schultern zu legen scheint. Wir fühlten uns wie begraben von jahrhundertealten Eichen. Nachts im Boot einen Fisch zu drillen, das ist eine faszinierende, flüchtige Erfahrung. Manchmal war es auch furchteinflößend da Draußen, wenn zum Beispiel ein Hirsch in der Nacht so laut röhrt, dass man keinen Schlaf findet. Solche Erfahrungen, geteilt mit verlässlichen Freunden, sind Stoff, von dem man schnell abhängig wird.

Es sind auch Zeilkarpfen vorhanden. Dieser hier wog 18kgKraut
Wasserpflanzen haben sich überall am Ufer angesiedelt. Der Blätterteppich ist so dicht, dass gerade im Frühjahr kaum eine Lücke zu entdecken ist. Und wo doch noch etwas frei ist, wächst es bis zum Sommer bald zu. Zum Glück sind die Wasserpflanzen hauptsächlich an der Oberfläche, normalerweise bis zu fünf, in seltenen Fällen bis zu sieben Metern in der Tiefe und stören das Fischen dort somit in der Regel nicht. Im Frühling hat sich das ufernahe Fischen als am erfolgsträchtigsten herausgestellt. Wenn das Kraut schon hoch ist, sollte man nach Stellen Ausschau halten, wo der Bewuchs weniger dicht ist, da die Karpfen dort tags wie nachts für gewöhnlich ihre Rüssel in die Vegetation stecken, um nach Nahrung zu suchen.

Wenn ich meinen Marker einmal gesetzt habe, füttere ich normalerweise mit angegorenem, in Öl gedippten Partikeln. Zu den Tigernüssen füge ich dann noch zerkleinerte Tigernüsse von Dynamite Baits hinzu. Dann bereite ich Sticks mit dem Monster-Tigernuss Stick-Mix vor, die immer in Tiger-Öl gedippt werden. Dies schiebe ich auf das Vorfachende, so dass nur der Köder und nicht der Haken sichtbar ist. Dies ermöglicht es, die Montage direkt an die Krautkante zu werfen, ohne befürchten zu müssen, dass sich der Haken irgendwo verfängt. Durch das Partikelfutter kann man auch erkennen, ob Karpfen am Platz waren, da das Kraut danach wie verschwunden ist. Ja es sieht dann fast so aus, als wurde es unter Wasser platt getreten.

Von Tag zu Tag erscheint mal hier mal da eine neue Stelle, die auf aktive Fische hinweist. Dies mag nach einer seltsamen Methode klingen, aber sie funktioniert hundertprozentig. Normalerweise füttere ich mit Tigernüssen oder mit Monster-Tigernuss Boilies in 15, 20 oder 26 mm Durchmesser an, ganz nach Lust und Laune von mir und natürlich den Fischen.

Die großen Spiegler sind nicht einfach zu erreichenFazit
Es ist sicherlich nicht einfach, diesen See zu befischen, der dem Orient auf so seltsame Weise ähnelt, zumal man auch häufig die Stelle wechseln muss, um den Fischen zu folgen. Bisher gab es noch keine Angelwettkämpfe an diesem See, aber das wird sich sicherlich bald ändern. Patrick erinnert sich noch an September und Oktober, in denen er je vier Fische über vierzig Pfund fing. Die Lage am Temple ist wie geschaffen dafür, dass sich die Karpfen vermehren. Neben den kapitalen Karpfen gibt es eine große Menge kleiner Fische und es ist nur eine Frage der Zeit, bis weitere Ausnahmefische gefangen werden. Grund genug zum Träumen also, insbesondere wenn es sich um so einen idyllischen, nahrungsreichen See handelt wie den Temple. Auch in der Nachtangelzone, die jahrein, jahraus produktiv geblieben ist, wurden bereits Ausnahmefische gefangen. Wir werden diesen Orient Nummer zwei jedenfalls genau im Auge behalten!

Trotzdem kann sich das Karpfenfischen dort nur zögerlich entwickeln, wenn unsere Möglichkeiten mit jeder Saison weiter eingeschränkt werden. Der Preis der Erlaubnisscheine und für die Lizenz zum Karpfenfischen ist nicht gesunken, obwohl das Fischen nicht zuletzt durch die Unmengen von Kraut immer schwieriger geworden ist. Es wäre sehr begrüßenswert, ein Projekt ins Leben zu rufen, dass sich die korrekte Befischung dieses Sees zur Aufgabe macht. Wie auch immer es ausgeht, eins steht fest: Man wird sich nach einem Ansitz dort niemals enttäuscht fühlen. Höchstens frustriert...

Patrick Zambeaux und Jean-Pierre Becker