LK-Baits

Im Gespräch - Tomislav Popovic

Von Markus Dittgen / Oktober 2009

Wenn es einen Karpfenangler gibt, der mit dem Neckar in einem Atemzug genannt wird, dann ist dies fast immer Tomislav Popovic. Tomislav hat nicht nur durch den Fang des einstigen Rekordkarpfens „Big Ben“ für Furore in der Szene gesorgt. Sein Engagement für das Karpfenangeln in seinem Heimatland Serbien, seine Tätigkeit für die Firmen Baleno und JRC, so wie seine eigene Köderlinie „Baits of Glory“ lassen erahnen, das es sich bei Tomislav Popoviv um einen durchaus agilen Charakter handelt. Wir haben mit ihm über alles gesprochen und sind dankbar für ein tolles Gespräch mit einem der führenden Angler Deutschlands.

Tomislav Popovic Hallo Tomi, vielen Dank, dass du Zeit für uns gefunden hast. Erzähl uns doch zunächst einmal von dir und deinem Werdegang zum (Karpfen-)angler.
Hallo und danke dass ihr noch Interesse an meiner Person habt und ich hoffe, dass ich euch mit meinen Antworten zufriedenstellen kann. Ich muß zuerst sagen, dass ich mit dem Angeln sehr früh angefangen habe. Ich war gerade sechs Jahre alt, als mich mein Onkel zum Angeln mitgenommen hat.

Da wurde ich sofort infiziert. In meiner, überwiegend Stippangelei, in Serbien habe ich auch ab und zu mal den Karpfen an der „Leitung“ gehabt, aber durch die falsche „Leitung“ habe ich sie sehr selten zu Sicht bekommen. Ich wünschte mir schon damals, diesen starken Fisch regelmässig beangeln zu können, aber leider hatte ich in meiner Gegend keine richtigen Gewässer dazu und an Infos, Know How und Ausrüstung fehlte es am meisten. Doch war ich mit meinen Nasen, Barben, Giebeln, Döbeln und Co sehr zufrieden und fast täglich am Wasser. Im Jahr 1988 bin ich dann nach Deutschland gekommen und wurde mit einem viel größeren Gewässer konfrontiert und auch mit mehr Fischarten als bisher. Das war der Fluß Neckar, der nur ein paar hundert Meter von meinem neuen Zuhause floss.

Am Anfang gab es Schwierigkeiten technischer und bürokratischer Art, aber meine Leidenschaft zum Angeln hat alle Hürden überwältigt. In dieser Zeit habe ich schon erste richtige Begegnungen mit dem Karpfen gehabt. Schon nach wenigen Runs und gelandeten Karpfen, die damals sehr klein waren, wußte ich schon, dass mein Zielfisch immer öfter der Karpfen sein wird. Ich muß sagen, dass ich in dieser Zeit kein oder kaum deutsch gesprochen habe und auch wenig Leute kannte, so dass ich auch keine Informationen über Neuigkeiten in der Anglerwelt hatte. High Tech, Boilies und Catch & Release waren für mich noch unbekannt.

Aber schon ein Jahr danach kamen die ersten Infos über Boilies und Modern Carping, die ich regelrecht gefressen habe. Der Fisch Karpfen, Experimentieren beim Boiliesherstellen, Catch & Release und High Tech haben mich für ans Karpfenangeln ganz fest gefesselt. Ich war fast wie bessesen und habe versucht, jede freie Minute am Wasser oder in der „Hexenküche“ zu verbringen. Sogar meine zweite Liebe (nach meiner Frau), die Musik, habe ich fast vernachlässigt. Die Informationen, die ich durch Kontakte mit anderen erfahren Kollegen und auch durch meine eigener Arbeit tagtäglich bekam, waren für mich überwältigend und ich habe mich riesig darüber gefreut.

Big Ben - Ein Fisch der Furore machte! Im Jahr 1994 hast du erstmalig für Furore gesorgt, als du mit „Big Ben“ den damaligen Rekordkarpfen fangen konntest. Erzähl uns doch davon.
Wie ich schon sagte, in dieser Zeit habe ich sehr, sehr viel Zeit und Material in mein Hobby investiert. Wenn es große Fische im Neckar gab (und ich wußte, dass sie gab), dann war es nur eine Frage der Zeit, wann ich welche auf die Matte legen werde. An diesem Spätnachmittag, den 09. September, wollte ich -nach einer guten Futterkampagne- diesen Platz bis Mitternacht beangeln. Morgens musste ich arbeiten. Aber es fing alles verkehrt an. Ein Kumpel, der mit mir mitangeln wollte, hatte mir kurzfristig abgesagt. Noch dazu -beim Aufbauen- stellte ich fest, dass einer von meinen Top Runnern nicht mehr ging.

Ein Draht war abgerissen und ich wollte fast gleich wieder zusammenpacken. Aber, der lieber Gott sandte mir Wolf-Dieter (Verwandter meiner Frau, der beim Spazieren war) und er nahm meinen Bissanzeiger mit nach Hause, um ihn zu reparieren. Eine Stunde später war Wolf-Dieter wieder am Platz mit meinem reparierten Top Runner. Es war schon dunkel und für diese Jahreszeit sehr neblig und kalt. Aber eben das ist es, was mir beim Karpfenangeln Spaß macht. Die Natur in allen Facetten zu erleben. Nach einem Bierchen hatte sich Wolf-Dieter von mir verabschiedet, mit ein wenig Vewunderung, dass ich „Lust auf so was“ hatte.

Ein paar ordentliche Klatscher an der Wasseroberfläche hatten mein Selbstbewußtsein gestärkt und ich sagte ihm, dass ich mich morgen bei ihm melden würde. Kurz danach bin ich leicht eingedöst, bis mich ein sehr lauter „Jumper“ aus dem Halbschlaf riss. So was starkes und doch eigenartiges hatte ich noch nicht gehört. Und dann kam dasselbe nur wenige Minuten später. Der Nebel war schon so stark, dass ich kaum noch meine Dioden am Bissanzeiger oder die Betalights im Swinger sehen konnte. Bin wieder leicht eingeschlafen, als sich der Bissanzeiger meldete. Der Swinger fing an zu tanzen. Ich war gleich an der Rute, aber der Fisch hatte schon seine Flucht begonnen.

Der Run war nicht so explosiv, aber sehr schwer und charakteristisch. Ich ahnte, dass es sich um einen unbekannten und sehr schwerem Kumpel handeln mußte. Mit zitterten die Knie, nach mehr als 20 Minuten, hatte ich den Kampf für mich entschieden. Der Fisch war schon im Kescher und ich wollte ihn schnell hochheben und zur Matte tragen. In diesem Moment dachte ich, das Keschernetz hätte sich am Uferbefestigungsdraht eingehängt, aber alles war frei. Als der Fisch auf der Matte lag, mußte ich erst Mal ein wenig Luft schnappen und den Wunderkarpfen bewundern. Im ersten Moment habe ich vor lauter Schönheit seine Größe nicht mal registriert.

Ein Bild aus meinen Hardrocker-TagenMeine 25 kg-Waage war nicht stark genug, um diesen Kollos abzuwiegen und meine Knie haben wieder angefangen zu wackeln. Dank des Handys waren nach einigen Minuten viele Kumpels mit geeigneter Waage und Fotokameras am Spot. In dem Moment war mir noch nicht bewusst, was ich gefangen hatte, weil das Thema Rekord nicht so oft in unserem Sprachgebrauch war. Nach dem Fotoshooting (der lieber Gott war an meiner Seite, der Nebel verschwand) war der Karpfen wieder in seinem Element und wir sind noch eine kurze Zeit beim Plaudern am Spot geblieben. In dieser Session habe ich noch einen Karpfen gefangen, aber alle Filme gingen an Big Ben, so dass ich ihn ohne Erinnerungsfoto zurücksetzte. Der Karpfen war so eigenartig (einäugig, mit geschnittener oder nicht gleichgewachsener Schwanzfloße und noch paar Details am Körper), dass er mir fest im Gedächtnis blieb. Er war mein „Bewegungsmelder“ für Big Ben. Im Sommer 1995 habe ich ihn wieder gefangen. Eine Stunde vorher hatte ich einen sehr großen Karpfen mit charakteristischem Verhalten im Drill verloren. Das war 100 % Benny.

In diesem Jahr war die halbe deutsche Karpfenszene am Neckar auf der Jagd nach Big Ben. Erst da wurde mir bewußt, was ich mit der Fangveröffentlichung ausgelöst hatte. Einerseits war es schrecklich zu sehen, wie verbissen die Leute waren und alles nur auf eine Karte gesetzt hatten, andererseits habe ich dadurch vor meiner Hausschwelle viele neue Bekanntschaften gemacht.

Am 08. Oktober 1995 bin ich gleich nach der Arbeit ans Wasser gefahren und saß ungefähr ein Kilometer unterhalb von dem Spot, wo ich Big Ben das erste Mal gefangen hatte. Kurz nach der Ankunft am Angelplatz hatte ich Aktivitäten am Wasser gesehen. Es stimmte alles: Wetter, Wasser, Platz gut vorbereitet, Motivation... Die Ruten waren kaum im Wasser und die erste Beifänge (Leuciscus Cephalus, Barbus Barbus und viele andere) waren schon schwer an der Arbeit und ich schon schwer genervt.

So mußte schon mehrmals kräftig nachfüttern. Dann kam (endlich) ein richtiger Run. Es war der alte Bekannte, jetzt schon namentlich bekannt - der einäugige Jack. Ich hatte IHN schon wieder gerochen! Nach Jack hatte ich allerdings keine weiteren nennenswerte Bisse bekommen, was mich fast dazu überredet hätte, den Rest des Wochenendes an einem anderen Platz zu verbringen. Aber die Gewissheit, dass er sicherlich in der Nähe war hat, dazu beigetragen diesem Platz noch eine Chance zu geben. Und meine Nase hatte mich nicht getäuscht: Der Beny kam mit seiner Sprungankündigung. Genauso wie beim ersten Mal.

Dieses Mal habe ich alles in kleinem und ehrlicherem Bekanntschaftskreis erledigt und eine Zeit lang nur an richtige Freunde den Wiederfang gemeldet.

Noch mehr langhaarige Typen. Wer kennt sie alle? Einige Jahre danach hast du deine Firma „Baits of Glory“ gegründet. Wie ist es dazu gekommen?
Zuerst kam die Arbeit als Promoter des modernen Karpfenangelns in meiner Heimat Serbien. Ich bin als Testangler renomierter englischer Bait- und Tackle-Firmen auf großen Angelmessen in Serbien (kurz danach auch in Slowenien) aufgetreten und habe 3-5 Tage den Besuchern die Geheimnisse des modernen Karpfenangelns erklärt. Damals stieß meine Predigt (einen Karpfen mit leeren Haken zu beangeln und dann diesen noch nach dem Fangen zurückzusetzen), auf großen Wiederstand bei konservativen Anglern, aber die Wenigen, die mit mir gleichgezogen haben, gaben mir die Kraft weiter zu machen.

Gleichzeitig habe ich meine Rubriken in serbischen Fachzeitschriften und Fernsehen gehabt, wo ich der breiten Masse alles in Wort und Bild erklärt habe. Dadurch hat sich meine Stimme auch in allen Ex-Yugoslawischen Republiken verbreitet und dort für Edukation gesorgt. Es war schwer, aber auch schön, weil ich wußte dass sich irgendwann Ex-Yugoslawische Angler diese Angelqualität leisten können. Tja und mit meiner Arbeit und Veröffentlichung habe ich viele Angler mit Informationen versorgt, aber sie blieben hungrig nach der Technik.

Warum machte ich die breite Masse heiss, mit etwas was sie nicht kaufen oder ausüben können? Dazu muss ich sagen dass, die Bevölkerung in Serbien in dieser Zeit noch unter diesem blöden Wirtschaftsembargo stand und Reisen nach Europa, oder selbst in Serbien die neuen Sachen zu kaufen, unmöglich war. Dadurch waren auch die Gewässer fast vernichtet. Aber durch die Catch & Release-Philosophie, sollte man die Bewegung für die Rettung ds übrig gebliebenen Fischbestandes starten.

Gleichzeitig waren aber meine Nacheiferer schon clever und nutzten meine Arbeit für ihr eigenes Interesse. Ich habe jedem, der eine Information oder Hersteller-Vertriebsadresse wollte, diese gegeben. Und es lief einige Zeit über mich, aber doch ohne mich. Bis ich irgendwann aufwachte und merkte, dass ich am Feld pflüg und säe, aber andere ernten. Damals war vor allem eine große Nachfrage nach Boilies und Groundtackle.

Und weil ich schon als Testangler in ständiger Berührung mit den besten Baits und Tackle-Produkten war, fand ich mich für kompetent und gerecht genug dort selbst etwas anzufangen. So habe ich meine ersten Boilies in Serbien präsentiert, mit Etiketten nur auf kyrillisch, weil ich damals nicht weiter gedacht habe. Später habe ich den auch den deutschen Angelmarkt versorgt, mit der Produktpalette von Firmen wie Mosella (Pelzer), Carp Sounder, Shakespeare, Sänger, Rod Hutchinson und vielen anderen...


Seit etwa 1,5 Jahren bist du auch als Großhändler für die Marken JRC und Baleno unterwegs. Wie ist der Unterschied zwischen Groß- und Einzelhandel?
Jawohl, unterwegs nur für gute Sachen: TK Baits of Glory, Pinewood, Tretorn und Graninge. Es ist sehr anstrengend in der Branche, aber es macht viel Spaß, weil ich indirekt doch mit Angeln zu tun habe. Der Spruch „Das Hobby zum Beruf gemacht“ stimmt überhaupt nicht. Um diesen Job richtig zu machen, muß man auf das Hobby oft verzichten. Ich wünschte, dass mich jemand bezahlt, um Angeln zu gehen, aber bis jetzt hat sich noch keiner gemeldet, der für so was bereit wäre.

Der Unterschied zwischen Groß- und Einzelhandel ist, dass man beim Einzelhandel ziemlich statisch ist und alles vom Büro oder Lager erledigen kann. Beim Großhandel ist man immer unterwegs und vor Ort. Ich habe im Einzelhandel öfters mal an ein und diesselbe Person was verkauft, ohne dass ich sie je einmal gesehen habe, was ich auch nicht schön finde. Beim Großhandel ist das nicht möglich. Ich versuche meinen Kunden (Angelfachgeschäfte) mindestes ein Mal im Jahr Hallo zu sagen. Dabei fehlt mir manchmal dieses Fachgesimpel, wie mit dem Angler-Endverbraucher. Aber gearbeitet wird so oder so.

Ich liebe jeden einzelnen von ihnen!Du bist nicht nur in Deutschland sehr aktiv, sondern auch in deinem Heimatland Serbien. Wie ist die karpfenanglerische Situation dort?
Ja, ich bin noch ab und zu mal dort aktiv, aber zeitbedingt nicht mehr so arg wie früher. Was mir am meisten Spaß macht, ist die Arbeit mit der Jugend. Die ist unsere Zukunft und an der Jugend muß viel gearbeitet werden. Ich habe in Serbien, genauso wie auch in Deutschland, Edukationstage organisiert. Natürlich in Deutschland immer in Verbindung mit einem Angelverein, der eine Jugendgruppe hat und Vereine, die nicht feindlich dem Karpfenangler gegenüber eingestellt sind.

In Serbien habe ich die ganzen Kosten für diese Tage selbst getragen, weil ich hinter mir niemanden hatte. Ich habe die Jugendlichen nicht mit Massen von Baits und Tackle gelockt, sie waren dort um zu lernen und nicht „abzustauben“, wie ich schon hier gehört habe. Ich habe denen am Ende unseres Events das geschenkt, was in meiner Möglichkeit stand: Jeder bekam eine Tüte Boilies, Pop Ups, Dips, eine Mütze oder ein paar Haken oder Montagen, die sie schon an diesen Tagen selbst gebastelt hatten. Und sie waren sehr froh, zufrieden und glücklich, weil sie mit vielen Informationen bewaffnet nach Hause gingen. Und das zählt.

Heute bin ich durch meine Arbeitsaufgaben hier ein wenig inaktiv in dieser Richtung, aber ich hoffe, dass ich in der näheren Zukunft wieder mal Zeit für ein Juniorcarping da und dort haben werde. Zur momentanen Situation in Serbien muß ich sagen, dass Karpfenangeln auf einem ziemlich hohen Niveau ist, nur ist es ein bisschen in eine extreme Richtung gegangen. Der größte Teil der Karpfenangler bestreitet irgendwelche Carp Cups und Wettkämpfe und fischt kaum für sich selbst. Das gleiche gilt für Kroatien, Slowenien und Bosnien. Aber das ist das Marketing und ich kann nichts daran ändern. Auf keinen Fall ich werde ich je an solchen Events teilnehmen.

Kommen wir nun mehr zu deinem Angeln. Wie sieht dein bevorzugter Angelstil aus und was machst du anders, als andere?
Wenn ich manche Stile heutzutage sehe, meiner ist ganz schön altmodisch. Ich mache mir immer noch am meisten Gedanken über Location, gute Baits und Ruhe am Wasser. Mehr darf ich nicht sagen, sonst es wiederspricht sich dies meinem Beruf.

Welche Gewässer magst du besonders?
Alle Gewässer, wo der Karpfen herrumschwimmt und die nicht überrannt sind. Gewässer die klein, groß, tief, flach sind, die kleine und große Fische beherbergen. Fließende, stehende... Hauptsache, ich muß nicht, wenn ich dort bin, mich mit anderen Anglern „fechten“, oder beobachten wie der eine oder andere über Leichen zum Fisch geht. Kleine und (wegen ein paar dicken) überrannte Gewässer sind in keinem Fall meine Gewässer. Es gibt immer noch Gewässer in Deutschland, die nicht ganz erforscht sind und immer für ein Überraschung gut sind.

Der Neckar ist auch so ein Gewässer, weil wenn man gerade denkt, ich kenne den ganz und auswendig, macht er uns einen Strich durch die Rechnung. Deswegen mag ich den Fluß so sehr und bin heilfroh, dass er nur ein paar hundert Meter an meinem Haus vorbeifließt. Im Moment ist er mein einziges Gewässer, das ich beangeln kann oder besser gesagt, an dem ich zum angeln komme.

Du hast in deiner Angelkarriere schon einiges an Freundschaft, aber auch an Missgunst kennen gelernt. Was sind deine positiven und negativen Höhepunkte?
Es gab nie und wird es auch in Zukunft nie geben, dass ein Mensch, der ein bisschen Erfolg hat (in egal welchem Bereich) ohne Freude, Freundschaft und auch ohne Missgunst sein Leben lebt. Das ist ganz normal. Ich sage immer, dass der Mensch das intelligenteste, aber auch unkultiviereste Lebewesen ist, das auf der Erde herumläuft. Alle Missgunst -ausgerichtet auf meine Person, oder an meiner Arbeit- vergesse ich leicht aus einem einfachen Grund: Ich habe viel, viel mehr Freundschaften und schöne Momente, erlebt als Böses und Neidisches!

Welches Projekt in der Karpfenangelei würdest du gerne vorangetrieben sehen? Ist der DKAC eine Lösung?
Ja unbedingt. Ich wünschte, dass sich viel mehr Karpfenangler -und nicht nur Karpfenangler- diesem Verein anschliessen. Weil nur sachlich und mit einem gesundem Agieren können wir was bewegen. Natürlich auch mit Masse und deswegen ist sehr wichtig, dass sich alle progressiv denkenden Angler dem DKAC anschliessen. Ich werde systematisch mit der Jugend, aber auch mit Vereinen arbeiten.

Kalter Neckar-KarpfenAlte Vorstände werden der natürlichen Fluktuation folgen, aber für die Kommenden müssen wir sorgen. Aufklärung und Aktionen am Wasser, Vereinsräume und ich hoffe, dass nicht alle die Politik interessiert Jäger sind, sondern auch Angler. Politisch müssen wir aktiv, vereinigt und im großer Zahl sein.

Auf welche fünf Teile würdest du zum Karpfenangeln nicht verzichten wollen?
1. Auf Ruhe am Wasser und Freude die mich dorthin bringt.
2. Meine Freunde, die schöne und schwierige Momente am Wasse mit mir teilen.
3. Meinem treuen Begleiter AmStaff Yrro (hoffe dass er noch lange mit mir am Wasser sein wird).
4. Meine fertig montierten Ruten.
5. Meine Baits.

Was sind deine Pläne und Ziele für 2007 und die weitere Zukunft?
Vor allem gesund zu sein und für meine Familie (Frau und Kinder) zu sorgen. Weil alles, was ich bis jetzt erreicht habe, habe ich nur mit meiner Familie und deren Unterstützung geschafft. Logo: Weiterhin meinen Job so gut wie möglich zu machen, weil ich weiss welche Brands ich habe. Das verlangt mein maximales Engagement. Die Spitze des Qualitätgipfels muß genau so präsentiert werden. Im Moment läuft es hervorragend und ich hoffe, dass es so bleibt oder sogar noch besser wird. Es wäre toll, wenn ich auch noch einige Angeltripps bestreiten kann. Wenn nicht, den Neckar kann mir keiner nehmen. Da ist immer mal eine oder zwei Sessions in der Woche drin.

Was würdest du der deutschen Karpfenszene noch gerne sagen?
Seid gesund und man sieht sich! Tight Lines, euer Tomi.

Bildergalerie:

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