Unterwasser Karpfen - Teil 1 - Technik und Taktik
Einer der sicherlich populärsten Filmaufnahmen in Sachen Karpfenangeln auf dem Videoportal YouTube stammt zweifelsohne von Jérôme Moisand. Jérôme ist gebürtiger Franzose, lebt aber bereits seit vielen Jahren in der Stadt Arlington im US Bundesstaat Massachusetts, rund 10 km nordwestlich von Boston. Seit 2005 beschäftigt er sich mit der Unterwasser Filmerei auf Karpfen und viel seiner Videos haben zu intensiven Diskussionen über Rigs und Köder in der internationalen Karpfenszene geführt (vgl. http://www.carp.de/berichte/taktik/729-karpfen-schwarz-weiss.html).
Jérôme ist ein akribischer Tüftler wenn es um das perfekte setup für seine Aufnahmen geht. Mit Unterstützung des deutschen Angelautors Dr. Tobias Renkawitz (carp connect, Fisch&Fang, Fliegenfischen, Globalflyfisher.com) schreibt Jérôme exklusiv für die Leser der carp connect in einer kleinen, zweiteiligen Serie über sein Projekt. Im ersten Teil geht es um die technischen Vorraussetzungen und die praktische Umsetzung der Unterwasser Filmerei beim Karpfenfischen. Teil zwei widmet sich dann Jérômes Erkenntnissen aus verschiedensten Testreihen mit den unterschiedlichsten rigs.
Ein befreundeter Karpfenangler stellte mir einst die Frage, was der Hauptgrund für meine Angelpassion sei. Sofort konnte ich ihm eine Reihe von Gründen aufzählen wie meine Naturverbundenheit, die Suche nach Entspannung, der Adrenalinstoß bei einem Run, das unbeschreibliche Gefühl eines Drills. Er unterbrach mich allerdings höflich und insistierte, den Hauptgrund zu erfahren, warum ich gerade zum Angeln gehe. Darüber mußte ich tatsächlich einige Minuten lang nachdenken.
Schließlich erinnerte ich mich an den Zauber meiner ersten Angelpartie an einem Teich in Enghien les Bains (einem kleinen Ort in Frankreich nahe Paris) und an dasselbe Gefühl als ich knapp 20 Jahre später wieder mit dem Angeln in den USA begann: Ich bin schlicht und ergreifend von diesem ganz besonderem Zauber der Unterwasserwelt fasziniert. Eine Welt, die gewöhnlich so nah und doch so fern für uns liegt. Jedes Mal, wenn ich ein bekanntes oder unbekanntes Gewässer sehe, frage ich mich, wie es darin wohl unter der Wasseroberfläche aussehen mag. Ich frage mich, was ich dort fangen könnte. Die Luft-Wasser-Grenze ist für unsere Sinne eine große Barriere. Ich war früher aus beruflichen Gründen viel unterwegs. Ich kenne also das Gefühl einer ungewohnten Umgebung, aber ist es nicht verwunderlich, dass mir lange Zeit Städte in unterschiedlichen Teilen unseres Globus vertrauter waren als der Boden von Seen und Flüssen an meinem Heimatort? Genau diese Gedanken kamen mir in den Sinn, als ich eine Kamera das erste Mal unter Wasser brachte.
Ich dachte an den faszinierenden Unterwasser-Zauber und die Vorfreude darauf, endlich einen Einblick zu erhalten, brachte mich damals buchstäblich zum Zittern. Mein Freund Dominic und ich hatten uns für unsere ersten Versuche eine Stelle oberhalb einer steinernen Spundwand ausgesucht. An der Wand konnten wir die Kamera herablassen und über eine leichte Kabelrotation wunderbar ausrichten. Innerhalb von Sekunden schwamm der erste Karpfen an unserem Objektiv vorbei, dann noch einer und noch einer! Sie schwammen einfach nur umher, ab und zu wurde der Sandboden nach etwas Freßbarem aufgewühlt, aber wir waren mittendrin!
Für über eine Stunde vergaßen wir vollständig, dass wir ja eigentlich zum Fischen gekommen waren, so fasziniert waren wir von dem, was uns die Kamera in schwarz-weiß präsentierte! Klar, wir haben alle schon Karpfen in flachem Wasser oder von Brücken beobachtet, aber unsere Lieblingsfische jetzt „Aug in Aug“ (und zwar buchstäblich) zu beobachten, war etwas völlig anderes. Dominic riss sich schließlich vom Monitor los, füllte einen PVA-Beutel mit Partikel und legte das Ganze direkt vor der Kamera ab um zu sehen, was dann passieren würde. Um es kurz zu machen: Die Karpfen begannen zu fressen und wir hingen gebannt vor dem Monitor, bis der Akku schließlich seinen Geist aufgab.
Zu meinem Erstaunen gab es sowohl zu diesem Zeitpunkt und auch noch heute, abgesehen von den allseits bekannten Korda Videos, wenig Vergleichbares. Obwohl offensichtlich ein großes Interesse der internationalen Karpfenanglergemeinde an derartigen Aufnahmen besteht. Eines meiner Videos aus 2008 wurde mittlerweile weit über 370.000-mal auf YouTube angesehen, sogar von Besuchern aus Südkorea! Eigentlich nicht schlecht für eine derart spezielle Thematik. Eine Unterwasser-Kamera zu kaufen und zum Gewässergrund abzulassen, ist relativ einfach. Wirklich interessantes Unterwasser-Material aufzunehmen ist dabei eine ganz andere Geschichte.
Mich hat das viele, viele Stunden und noch mehr Lehrgeld gekostet. Eine Erfahrung, die ich zusammen allen Lesern der carp connect ersparen möchte, die vielleicht ebenfalls mit dem Gedanken spielen, sich der Unterwasserwelt filmisch zu nähern. Neben meinen kostenlosen und für jedermann frei zugänglichen Videos auf YouTube (http://www.youtube.com/results?search_query=jeromemoisand+carp) finde Sie auch auf meiner eigene Homepage jede Menge Storys und etwas ausführlichere Videosequenzen. Wenn auch leider nur in Englisch, aber ich hoffe die Bilder sprechen für sich (http://carpiopedia.pbworks.com/Jerome's-Videos).
Meine erste Unterwasser Kamera
Um es gleich vorneweg zu sagen: Ich habe keinerlei Verbindung zu irgendeiner Firma oder einem Markenprodukt, das ich in diesem Beitrag erwähne und ich werde für meine Projekte auch nicht gesponsort. Die nachfolgend erwähnten Produktnamen erfolgen lediglich aus praktischer Erwägung, nicht mehr und nicht weniger. Meine erste Unterwasser Kamera 2005 war eine Aquavu "Scout XL“ [www.aquavu.com] der Firma Nature Vision. Das Kamerasystem bestand damals aus einem gut 18 cm breiten schwarz-weiß Monitor, einem neun Meter langen Kabel und einem Kameraobjektiv im lustigen Fischdesign. Ziemlich bald wollte ich meine Aufnahmen auch mitschneiden.
Für den Anfang (so entstanden meine ersten Unterwasser Videos 2005) erstand ich einen analog/digital Video Konverter und ein Videoeinspielkabel von Pinnacle (Modell DVC90). Am AquaVu Display gibt es ein „video out“ VGA (Video Graphics Adaptor) Anschluß, über den das analoge Videosignal zu dem Konverter gesandt wird, dort digitalisiert wird und so gelangt schließlich ein digitales Videosignal im Avi Format via USB-Kabel auf einen Laptop. Mit der passenden Software (z.B. Pinnacle Studio, Crosoft Movie Maker oder etwas Vergleichbares) werden so Video Sequenzen auf Festplatte oder einem Speichermedium archiviert und später bearbeitet. Möchte man seine Videos dann mit der weltweiten Internet-Gemeinde teilen, kann man das Ganze dann anschließend auf entsprechenden Portalen wie YouTube, Veoh oder Vimeo einstellen.
Klingt doch alles ganz leicht, oder? Ja, klar! Einen Laptop (wenn man denn einen besitzt) mit ans Wasser zu bringen ist nicht zwangsläufig die beste Idee. Den Laptop meiner Frau habe ich zumindest bisher (noch) nicht versenkt, aber so richtig traut mir meine Holde trotzdem nicht. Das teure Stück unbeaufsichtigt am Ufer zurückzulassen, während man 20 Meter flußabwärts einen großen Fisch drillt, ist möglicherweise ebenfalls nicht unproblematisch. Dazu kommt, dass die gängigen Laptop-Monitore definitiv nicht für den Outdoor-Einsatz gemacht sind und die Sichtbarkeit ist bei hellem Umgebungslicht stark eingeschränkt.
Ich weiß noch, wie ich einmal fast eine Viertelstunde damit zugebracht habe, nur um den Cursor auf dem Bildschirm wiederzufinden. Zuletzt gilt es noch zu bedenken, dass die Prozessorleistung beim Mitschneiden von Unterwasser-Aufnahmen ordentlich Energie verbraucht und dazu gute und leistungsfähige Akkus von Nöten sind. Fazit: Aufnahmen mit Hilfe eines Laptops sind möglich, wenn auch nicht die beste Variante. In jedem Fall sollte man dazu ein sehr gutes Gerät mit hellem Display, schnellen USB 2.0 Anschlüssen und sehr guter Akkulaufleistung benutzten.
Ein paar Monate später hatte ich Glück und gewann einen Preis für eines meiner Videos. Das war der kleine “Digital Video Recorder” (DVR), der auf der Nature Vision Webseite nur sehr oberflächlich beschrieben wird. Der Rekorder wird einfach mit dem Videokabel verbunden und so zwischen Unterwasser-Kamera und Display geschaltet. Damit kann man Aufnahmen direkt auf eine Smart Disk Speicherkarte abspeichern, was wesentlich komfortabler und einfacher war als die Laptop Lösung. Danach muß man die im ASF-Format abgespeicherten Daten von der Speicherkarte auf einen PC kopieren und kann es dort nachbearbeiten. Eigentlich funktioniert das Ganze nach genau demselben Prinzip, wie wenn man Fotos von seiner Digitalkamera auf den heimischen PC runter lädt.
Das klingt doch jetzt aber wirklich leicht, oder? Sicher doch! Aber was bitte schön ist unkompliziert, wenn man ein Microsoft-Betriebssytem installiert hat? Aufgrund einer ziemlich verworrenen Patentgeschichte erkennt Windows Vista ASF-Dateien nicht (während Windows XP das noch problemlos tut). Meine Video Bearbeitungssoftware Pinnacle Studio 11 erkennt das ASF-Format ebenfalls nicht. Den Windows Movie Maker brauchen Sie im Übrigen erst gar nicht versuchen… Also brauchen wir eine Zusatzsoftware, ein Umwandlungsprogramm, das aus den ASF-Dateien ohne wesentliche Qualitätsverluste ein anderes Format (z.B. MP4) macht. Ich habe den „AVS Video Converter” einige Zeit dafür benutzt und bin wegen der besseren Resultate mittlerweile auf den „Need4 Video Converter“ umgestiegen.
Die Software kann man problemlos gegen eine geringe Gebühr im Internet bekommen. Verringern Sie aber beim Umwandlungsprozeß bitte niemals die Einstellungen für Pixelanzahl/Auflösung (number of pixels/resolution) oder die Bildwechslefrequenz (frame rate). Die Qualität leidet sonst beträchtlich. Ist das also nun eine perfekte Lösung? Nun ja, das hängt im Wesentlichen davon ab, welches Kamera-System Sie benutzen. Für ein Aqua Vu Kamera ist das beschriebene Vorgehen wirklich empfehlenswert und außerdem auch noch relativ preisgünstig.
Wenn Sie aber ein Unterwasserkamera-System von einem anderen Hersteller benutzen wollen, wird es schon wieder etwas komplizierter. Dazu muß man auch noch erwähnen, dass die Auflösung des kleine Aqua Vu “Digital Video Recorder” eher mittelmäßig ist (320 x 240 pixel, Bildfrequenz 15 Bilder/sec). Angeblich gibt es bald ein neues Modell, das momentan aber wohl noch nicht lieferbar ist.
Einige Jahre später, genau genommen 2008, legte ich mir eine neues Kamerasystem (das Marcum VS 825C) zu, um auch in Farbe unter Wasser zu filmen. Da ich nicht unbedingt scharf darauf war, meine Aufnahmen wieder mit einem Laptop am Wasser zu archivieren, war ich wieder auf der Suche nach einem Rekorder mit Speicherkarte, den ich in das System einbinden konnte. Die meisten dafür geeigneten Produkte waren aber eher für das heimische Wohnzimmer konzipiert (z.B der Pinnacle Video Transfer) und darüber hinaus auch noch netzbetrieben. Leider gibt es aber nun mal relativ wenig Steckdosen in der Nähe meines Angelplatzes.
Es existieren auch batterie/akkubetriebene Kombinationsgeräte aus Kamera und Rekorder aus dem Sicherheitsbereich, darüber gibt es aber leider recht wenige Informationen im Netz. Schlußendlich hatte ich mir dann ein zu dieser Zeit unglaublich teures Kombigerät (CV1002DVR von SVAT) zugelegt, was ganz ordentlich funktionierte aber Dateien im ASF-Format aufnimmt. Die Aufnahmen dann anschließend von der eher ungewöhnlichen Rekorder-Auflösungsrate von 704 x 240 und einer Bildfrequenz von 30 Bildern pro Sekunde auf 640 x 480 zu konvertieren, ohne dabei die Bildqualität zu zerschießen, ist ebenfalls nicht ganz ohne. Wahrscheinlich hätte ich mir gleich einen Digitalrekorder wie den PV-700 von Pimall zulegen sollen, aber der Preis war damals einfach zu hoch. Mittlerweile gibt es ohne Zweifel bereits bessere und günstigere Geräte, aber damals war die Auswahl einfach noch begrenzt.
Ach so, meine Erfahrung mit dieser Farbkamera von Marcum? Fragen Sie besser nicht. Nachdem ich sechs Monate darauf gewartete hatte, war sie schließlich nicht mehr lieferbar. Letztendlich legte ich satte 600 Dollar für das Ding hin. Drei Stunden nachdem ich es schließlich erhalten hatte, war es dann auch bereits auf dem Weg zurück ins Versandhaus und ich bestellte mir noch am selben Tag für 400 Dollar eine „Explorer 7“ von AquaVu. Mit der Marcum konnte ich nichts, aber auch gar nichts sehen.
Zugegebenermaßen: Der Charles-River in Boston ist bestimmt nicht glasklar, aber jetzt mal ehrlich: Welcher Karpfen lebt im einem ginklaren Gewässer? Weitere Nachteile der Marcum waren ohne Zweifel, dass man die Kamera am Gewässerboden faktisch nicht stabilisieren kann, dem Monitor fehlt eine Schutz-Abdeckung gegen einfallendes Sonnenlicht und und und… Ich könnte diese Liste noch endlos weiterführen. Tatsache ist, dass dieses System nichts taugt und fallen Sie bitte auch auf keine der Erfahrungsberichte, die man so im Internet findet, herein.
Die wurden offensichtlich von ziemlich ahnungslosen Leuten verfaßt. Mir ist bewußt, dass es außerhalb der USA wahrscheinlich gar nicht so einfach sein dürfte, an eine Aque Vu Kamera zu kommen. Nature Vision hat seinen Sitz in Minnesota und der internationale Versand wird deshalb kostspielig. Ich hatte der Firma schon mehrmals empfohlen, sich nach einem Distributor für Europa umzusehen, leider hat sich diesbezüglich aber noch nichts getan.
Tipps und Tricks : So gelingen Unterwasser-Aufnahmen garantiert
Man kann eine Unterwasser-Kamera natürlich lediglich dazu benutzten, um Karpfen zu beobachten und somit herauszufinden, wie der selbstgedrehte Boilie im Vergleich mit der gekauften Murmel abschneidet oder um zu sehen, wie das neueste Rig tatsächlich performt. Wo Sie aber jetzt wissen, wie man diese Aufnahme auch mitschneidet, ist doch alles ganz einfach. Na gut, theoretisch zumindest. Wenden wir uns also der Praxis am Wasser zu. Sie lassen die Kamera idealerweise senkrecht auf einen relativ ebenen und festen Gewässerboden hinab. Sollten Sie sich dazu entschließen, eine Aqua Vu Kamera zu kaufen, bestellen Sie deshalb am Besten auch das passende Zusatzgewicht mit, das hilft in der Praxis ungemein.
Man sollte eine Position wählen, von der aus man die Kameraposition leicht korrigieren und außerdem sein Rig problemlos vor dem Objektiv ablegen kann. Nicht verzweifeln: Auch ich benötige gelegentlich immer noch viele Minuten, um alles perfekt zu positionieren. Außerdem braucht es Karpfen. Viele Karpfen. Am besten auch Fische, die nicht ultrascheu sind, denn Sie werden das Objektiv und Ihr Rig einige Male hochziehen und wieder herablassen. An Ihrem Drehtag sollte das Wasser nicht übermäßig viele Schwebstoffe aufweisen oder sehr schnell fließen, denn dann sieht man nichts. Ich habe jetzt über viele Jahre hinweg die unterschiedlichen Spots ausprobiert, kehre aber für meine Aufnahmen immer wieder zu dem Platz zurück, an dem meine allerersten Aufnahmen entstanden sind.
Das ist eine, die den Charles-River an einer sehr breiten Stelle begrenzt. Hier gibt es eine Einspeisung von gesammeltem Oberflächenwasser aus der nahegelegenen Stadt, was gerade im Wingter optimal ist, da dieses Wasser immer wenige Grad wärmer ist als das Flußwasser. Alternativ könnte man bestimmt auch von Brücken, Stegen oder in Kanälen tolle Aufnahmen machen. Selbstverständlich geht das auch von einem Boot, allerdings benötigt man zur Stabilisierung zwei Anker und die Karpfen werden erst einmal weg sein, wenn die auf den Gewässerboden abgelassen sind. Außerdem wird es mit dem Equipment auf einem kleinen Boot schnell eng.
Sollte Ihnen eine Yacht zum Karpfenfischen zur Verfügung stehen, ist das natürlich etwas anderes und ich freue mich über Ihre Einladung! Letzte Option: Eisfischen. Klingt interessant, da man ja tatsächlich überall hinkommt und die Kamera ablassen kann. Viel Glück wünsche ich dann allerdings beim Herausdrillen des Zwanzigpfünders durch ein 30 cm Eisloch...
Um trotzdem beim Thema Winter zu bleiben: Meine besten Videos habe ich im Februar und März aufgenommen. Manchesmal mußte ich eine dünne Eisschicht auf der Flußoberfläche durchbrechen, bevor ich mein Anfüttermaterial und das Objektiv ablassen konnte. Karpfen versammeln sich im Winter sehr gern in Gruppen in der Nähe von Mauern und Spundwänden und werden schnell aktiv, wenn unverhofft plötzlich Futter vom Himmel fällt. Außerdem ist die Sichtigkeit der Gewässer im Winter außerordentlich gut.
Eine Sache noch: Es war für mich anfänglich sehr schwierig, mit einem speziellen Rig genügend Material mit gut (oder auch fehl-) gehakten Karpfen aufzunehmen. Fakt ist, dass man aus einer einzigen Beobachtung nicht die Hakeingenschaften der Montage verallgemeinern kann. Man benötigt eine größere Beobachtungszahl, um einen Trend herauszufiltern.
Dann allerdings könnten Sie möglicherweise entdecken, dass Ihr Lieblings-Rig oder Ihr Lieblings-Boilie vielleicht doch gar nicht so gut ist, wie Sie immer dachten. Aber das wäre dann vollkommen in Ordnung, schließlich ist doch Einsicht der erste Weg zur Besserung? Also, wichtig ist einfach, dass Sie schon eine kleine Testreihe durchführen müssen, bevor Sie Ihre Schlüsse ziehen.
Dr. Tobias Renkawitz
Im zweiten Teil unserer Serie über Unterwasser-Aufnahmen beim Karpfenfischen beschäftigen wir uns mit den Erkenntnissen aus Jeromes Testreihen mit den unterschiedlichsten Rigs und es gibt einen exklusiven Einblick über wunderbare und unmögliche Geschichten beim Unterwasser-Dreh am Charles-River in Boston.






