A View @ Shimano

Von Makus Dittgen / September 2004

Fast jeder Angler hat mindestens einmal in seinem Leben ein Angelgerät von Shimano in seinem Besitz. Jedem Karpfenangler sind die bekannten Baitrunner-Rollen ein Begriff und auch die Rutenbaukunst der Japaner verdient mehr als nur ein wenig Beachtung. Grund genug für uns vom carp connect/carp.de Team die Firma Shimano in Krefeld einmal zu besuchen und für die Leser von carp.de die Neuigkeiten der 2005er Saison zu begutachten.

Shimano DeutchlandNach einem herzlichen Empfang durch Frau Krichel erfuhren wir zunächst einiges über die Geschichte der Firma Shimano. Gegründet wurde das Unternehmen bereits 1921 vom Japaner Shozaburo Shimano in Sakai, Japan und beschäftigte sich zunächst ausschließlich mit dem Bau von Fahrradteilen. Erst 1970 wurde die Produktion um Angelgerät erweitert und die erste Rolle, die "DUX" erschien auf dem Markt. Ein Jahr später folgten dann die ersten Angelruten und ein weiteres Jahr später begann der Verkauf der Geräte in Europa. 1985 dann die erste wichtige Innovation für Karpfenangler: Die aller erste Baitrunner-Rolle kommt in die Läden. Danach folgen in schneller Reihenfolge Neuheiten wie Kampfbremse, Doppelkurbel, Graphitgehäuse, 2-Speed-Oszillation und vieles anderes, was heutzutage von vielen anderen Herstellern kopiert wurde.

Apropos heutzutage: Natürlich interessierte uns auch, was 2005 so aktuell wird. Da gab es einiges zu berichten. Die Baitrunner heißt nun Aero GTE B, wurde noch einmal komplett überarbeitet und kommt nun im neuen, schicken silberfarbenen Kleid daher. Dazu hat sie eine kaltgeschmiedete Alu-Spule spendiert bekommen (wirkt sich sehr günstig auf die Wurfeigenschaften aus) und der Freilauf ist noch feiner einstellbar als beim ohnehin schon guten Vorgängermodel. Wie vorher ist sie in drei Größen erhältlich.
Passend zur neu gestalteten Rolle gibt es seit diesem Jahr auch die neue Nexve-Schnur. Sie ist schwarz eingefärbt, sehr wiederstandfähig und relativ preisgünstig (1.320 Meter für etwa 36,- €).

Viele Shimano-Ruten kommen nun mit einem neuen, revolutionären Material, der sogenannten "Bio-Fibre". Dabei handelt es sich um Kohlefaser mit einer biologischen Komponente. Welche genau das ist wurde uns zwar nicht verraten, wohl aber das damit ein dünnerer Blankdurchmesser bei höherer Leitung (bis zu vier mal höher als bei jedem anderen Kohlefasermaterial) erreicht wird. Neues auch bei den Ringen: "Low Rider" heißt ein neugestaltetes Ringsystem, welches das bekannte Problem des Verwickelns der Schnur um den ersten und letzten Ring durch eine spezielle Form verhindert. Weitere Neuheiten die wir begutachten konnten war eine Fischmatte, eine Sitzgelegenheit, eine Keschertasche und vieles mehr. Alles in ausgezeichneter Qualität und im schön anzuschauenden Tribal-Look. Einiges davon wird natürlich in der neuen Ausgabe von carp connect und hier auf carp.de vorgestellt werden.

Wer alles selber noch einmal sehen will, dem sei der Zuschauer-Tag auf der ANSPO empfohlen. Mit etwas Glück kann man dort alles genau betrachten.

Ein paar weitere Bilder in der Bildergalerie:
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