A View @ Askari

Von Markus Dittgen / Februar 2005

Immer wenn ich zu Besuch bei einer Firma bin, um ein Portrait von dieser zu machen, werde ich ganz kribbelig. Warum? Nun ich weiß ja schließlich nicht, was mich dort so alles erwartet. Werde ich freundlich empfangen oder eher gleichgültig? Was werde ich wohl alles zu sehen bekommen und was wohl erst alles zu hören? Jedenfalls ist es immer etwas Besonderes, eine Firma zu besuchen und dieses mal war ich mächtig gespannt, denn ich hatte mich bei der Firma Askari angemeldet.

Die Firma AskariNun denken viele vielleicht, dass Askari nicht unbedingt viel mit Karpfenangeln zu tun hat, weil man in den zahlreichen Werbungen dieser Firma doch eher das Material für Gelegenheitsangler findet. Auch ich selber musste mich hier eines besseren belehren lassen. Würde man alle Artikel für Karpfenangler aus dem letzten Hauptkatalog zusammenlegen, wäre die Auflistung mit Sicherheit immer noch länger als bei fast allen Mitbewerbern, die sich ausschließlich auf Karpfenangler spezialisiert haben. Bei einem Katalog, der über 30.000 Artikel enthält, kann schon mal schnell etwas untergehen, aber Karpfen-Tackle findet man hier wirklich reichlich.

Ich war am Abend mit Dirk Buran, seines Zeichens Produktmanager bei Askari, verabredet. Ich kenne Dirk schon länger aus seiner Zeit als Autor für die Karpfenszene und auch als Mitarbeiter der Firma Daiwa, wo er für den Vertrieb verantwortlich war.
Nach kurzem Smalltalk ging ich dann in die Vollen und erfuhr so manches über die Firma Askari, was mich in Erstaunen versetzte...

Askari ist einer der größten Angelgerätehändler- und Versender in Deutschland. 1990 gegründet hat die Firma inzwischen über 150 Mitarbeiter und baut ständig weiter aus. So konnte ich zum Beispiel mit Dirk Buran das neue Lager im Industriegebiet von Lüdinghausen sichten, welches mehr als 22.000 Artikel beinhaltet und über 100.000 Kunden im Jahr bedient. Tja, die Dimensionen sind schon riesig, vor allem, wenn man bedenkt, dass die lüdinghauser Firma zur Zeit noch stark ausbaut und um ihr neues Lager eine richtige kleine „Stadt“ errichtet, in der in Zukunft die zur Zeit 4 Lager, das eigene Call-Center und die anderen Abteilungen untergebracht werden. Sogar ein kleiner See für den ersten Test der neuerworbenen Gerätschaften wird es geben – an alles wird gedacht. Damit verbunden sind natürlich auch etliche neue Arbeitsstellen. Endlich mal wieder ein Unternehmen, das expandiert. Ist ja leider in Deutschland nicht mehr so häufig.

Dirk BuranNeben Eigenmarken wie Silvermann, Kogha, Perca und einigen anderen findet man im Warenbestand auch jede Menge bekannte Namen. Balzer, Zebco, Shimano, Shakespeare, YAD, Penn sind hier nur ein paar davon. Das sorgt für Vielfalt und interessante Preise. Der preismäßige Knaller sind allerdings die starken Eingenprodukte, die Dirk persönlich in Asien einkauft und natürlich oftmals auch selber prüft. Einige dieser Produkte werden wir euch in den nächsten Tackletests auf carp.de natürlich vorstellen. Ich persönlich war jedenfalls erstaunt und begeistert, dass man für so wenig Geld eine solche Qualität sein eigen nennen kann.

Gegenüber andere Angelfirmen spielt die Firma Askari-Brüggemann eindeutig in einer anderen Liga (vor allem gegenüber karpfenangel-spezialisierten Firmen). Auch die Dependancen in Österreich und England geben einen kleinen Anhaltspunkt, dass es sich bei den Lüdinghausenern um einen „Big Player“ handelt. Zur Zeit hat die Firma Askari drei Verkaufmärkte in Eschwege, Duisburg und natürlich Lüdinghausen, wo man alles vom Aalhaken bis zum Zelt bekommt. Ich kann nur jeden dazu raten, mal vorbeizuschauen, gerade Karpfenangler werden dort immer wieder auch das eine oder andere tolle Produkt entdecken, dass sie dort bestimmt nicht vermutet hätten.

Nach dem langen Rundgang verabschiede ich mich von Dirk, nicht ohne vorher noch eine Verabredung zum gemeinsamen Fischen zu treffen. Sein Herz schlägt noch immer für das Karpfenangeln, obwohl er sich ja auch viel mit anderen Angelarten „herumschlagen“ muss. Mal sehen, ob er es noch kann...