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PVA - Ein nützliches Hilfsmittel

Von Gruß Markus Tölk / Juni 2011

Zu Anfang des Berichtes möchte ich  erklären, wie ich mit PVA fische und was für verschiedene Möglichkeiten es gibt, wie man es verwenden kann. Wenn ich mit PVA fische, verwende ich meistens PVA-Beutel, die es in allen möglichen Größen wie etwa in 7 auf 10 cm und 5,5 auf 10 cm gibt. Es gibt PVA-Strümpfe und PVA-Schnur von verschiedenen Herstellen wie zum Beispiel Fox, Korda, Anaconda, Nash und so weiter.

Verschiedene PVA-Produkte und das passende Grundfutter sind oft der halbe Weg zum ErfolgMan sollte darauf achten mit welchen Ruten geangelt wird. Es gibt nämlich auch Nachteile, wie zum Beispiel, dass man schwere Ruten braucht, denn es werden ja auch schwere Gewichte ausgeworfen. Wenn man sich eine neue Rute zulegt und möchte mit PVA angeln, sollte man deshalb auch auf die Eigenschaften achten. Damit man einen Fisch auch sicher landen kann, sollte die Rute die erforderliche Aktion besitzen und auch schwere Gewichte werfen können.

Ein weiterer Nachteil ist, dass keine großen Entfernungen möglich sind, da PVA-Beutel oder -Strümpfe ein hohes Gewicht  haben und auch der hohe Luftwiderstand dies unmöglich macht. Aber dies kann man lösen, in dem man zum Beispiel das PVA mit einem Boot oder Futterboot ausbringt. Auch bei Regen wird es schwierig mit PVA zu fischen, das es sich schnell auflöst, wenn es nass wird. Das bedeutet: Immer gut das Wetter im Auge behalten und das PVA gut trocken halten. Das PVA ist leider nicht gerade das günstigste Hilfsmittel. Wenn man bei einem Ansitz viele Würfe benötigt, kann das ganz schnell ins Geld  gehen. Aber genug der Nachteile, es gibt auch viele Vorteile die das PVA besonders interessant machen. Ein großer Vorteil des PVA ist, dass der Haken (gerade in Gewässern mit viel Kraut) solange vor Verhedderungen geschützt ist, bis es sich auflöst.

Durch das PVA ist eine exakte Köderpräsentation und das genaue Füttern um den Haken sehr gut gewährleistet. Ein weiterer  Grund der für PVA spricht, ist, dass man nur einen kleinen Futterplatz hat, denn große Plätze werden von den Fischen inzwischen ja gerne gemieden. Diese Erfahrung habe ich jedenfalls an einer großen Kiesgrube in meiner Umgebung gemacht. Meine Fänge ließen mit der Zeit immer mehr nach, denn die Fische mieden meine zu großen Futterplätze. Deswegen versuchte ich es mit einem PVA-Beutel, den ich mit Boilies bestückte und hatte gleich guten Erfolg. Ich fing als einen der ersten Fische einen Schuppenkarpfen mit 40 Pfund und ich bin fest davon überzeugt, dass ich ihn ohne PVA nicht gefangen hätte.

Dieser Spiegler lies sich durch PVA verführenZum Füllen vom Beutel oder Strumpf verwende ich gerne Boilies, Stickmixe und Pellets oder auch Partikel. Diese fülle ich folgendermaßen ein: Als erstes wird der Boden des Beutels etwa einen Zentimeter mit Boilies und Partikeln bedeckt. Anschließend lege ich das Blei in die Mitte des Beutels und gebe noch eine Schicht Partikel hinzu, um das Blei zu verstecken. Danach wird gut angedrückt. Jetzt lege ich meinen Köder mit Haken in den Beutel (natürlich ohne Verhedderung). Dann kommt wieder eine Schicht Partikel und diese werden auch wieder gut festgedrückt.

Nun nehme ich die PVA-Schnur und binde fest zu. Wenn ich meinen Beutel fertig habe, schneide ich zusätzlich die Ecken ein, damit die Luft entweichen kann und der beutel schnell sinkt. Besonders bei Stickmix-Füllungen müssen die Ecken eingeschnitten werden, wenn nicht schwimmt der Beutel oben am Wasser und löst sich hier langsam auf.

Bei den Montagen ist nichts besonders zu beachten. Alle Varianten sind möglich wie etwa das Run-Rig, Helikopter, D-Rig und so weiter. Auf jeden Fall muss aber darauf geachtet werden, dass sich nichts verheddert.

Der Erfolg macht auch vor Schuppis nicht halt!Jetzt noch ein Tipp zum Fischen mit Partikeln. Diese müssen ja im Wasser eingelegt werden, damit sie aufquellen. So eignen sich Partikel also erst einmal schlecht als Füllung für PVA, da sie ja nass sind und das PVA sich schnell auflösen würde. Die Lösung dafür ist, die Partikel in Salzwasser einzuweichen und dann anschließend in einen PVA-Beutel zu geben. Der PVA-Beutel platzt dann erst im Wasser auf.

Wenn ich ein Netz oder einen Strumpf mit Stick-Mix befüllen will, gehe ich so vor: Als erstes mache ich am Ende des PVA–Strumpfs einen Knoten, dann befülle ich ihn mit Stick-Mix. Als Hilfsmittel verwende ich eine Füllhilfe, damit kann ich den Inhalt gut festdrücken und so entsteht ein kompakter Futterballen. Zum Schluss knote ich den Strumpf zu – fertig. Es gibt auch noch eine andere Möglichkeit zum Füllen – und zwar mit Sand. Wenn der Grund dunkel ist, nehme ich hellen Sand, damit der Fisch den Köder schneller findet.

Auch wenn es schwer fällt zu glauben, es funktioniert hervorragend, gerade dann, wenn viel Kraut im Wasser vorkommt. Es gibt zwei Möglichkeiten, um den PVA-Strumpf am Haken zu befestigen. Die eine besteht darin, einfach das PVA am Haken einhängen. Besser aber man nimmt eine lange Boilie-Nadel und sticht diese in den PVA-Strumpf und zieht sein Rig dort hindurch. Die zweite Möglichkeit ist besser um die Fische schneller anzulocken und genau dort hinzubringen, wo man sie haben möchte. Auch wenn das Fischen mit PVA vielleicht auch einige Nachteile hat, so finde ich, dass die Vorteile doch überwiegen.

Ich hoffe ich konnte mit Euch meinen Tipps für das Fischen mit PVA helfen oder zumindest Eure Neugierde damit wecken. Ich wüsche Euch gute Fänge, egal ob mit oder ohne PVA.

Gruß Markus Tölk